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Apothekerverband schafft Klarheit: Rezept gilt auch bei alter Gesundheitskarte

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Krankenkassen sprechen vom Sturm im Wasserglas – die Apotheker von Startschwierigkeiten. Die Gesundheitskarte – seit 1. Januar offizielles Dokument der Kassenpatienten beim Arzt und in der Klinik – sorgte in den ersten Stunden des neuen Jahres für Verwirrung. Einige Apotheker – der Verband spricht von einer Handvoll – haben bei ihren Kunden den vollen Medikamentenpreis abkassiert. Der Grund: Die Patienten hatten sich beim Arzt, der das Rezept ausstellte, mit der alten Gesundheitskarte ohne Bild ausgewiesen. Die Pharmazeuten fürchteten nun, dass die Kassen die Pillenkosten nicht übernehmen.

Zwar muss man in der Apotheke keine Gesundheitskarte vorlegen, der Pillenverkäufer kann alt von neu trotzdem unterscheiden: Bei Versicherten mit neuer Karte steht vor der Rezeptnummer noch ein Buchstabe.

Etwa fünf Prozent der Kassenpatienten haben sich bisher noch nicht aufgerafft und einen neue elektronische Karte beantragt. Viele aus Nachlässigkeit, andere weil sie fürchten, dass mit ihren auf der Karte gespeicherten Daten Schindluder getrieben wird. Dass immer noch nicht alle mitziehen sei zwar schade, aber kein Beinbruch, denn die alte Karte habe zwar zum Jahresende ihre Gültigkeit verloren, Nachzüglern werde aber eine Übergangsfrist eingeräumt, sagte gestern eine Kassenvertreterin. Um alle Unklarheiten zu beseitigen, hat der Apothekerverband Schleswig-Holstein inzwischen seine Mitgliedsapotheken informiert, dass Rezepte auch unter Einsatz der alten Karte ihre Gültigkeit bis zum 1. Oktober behalten. Kein Kassenpatient muss also in den nächsten Monaten fürchten, dass der Apotheker den vollen Medikamentenpreis fordert.


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