Flensburg Neustadt : Abenteuerliche Patientenrettung im Hinterhof

Berufsfeuerwehrkräfte und Polizei in dem Hinterhof.

Berufsfeuerwehrkräfte und Polizei in dem Hinterhof.

Berufsfeuerwehr musste den morschen Treppenaufgang abstützen. Nach etwa einer Stunde konnte die Frau ins Krankenhaus gebracht werden.

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07. Mai 2017, 11:34 Uhr

Flensburg | Alles sah am Sonnabendnachmittag für die Besatzung eines Flensburger Rettungswagen wie ein Routineeinsatz aus. Gegen 16.30 Uhr musste eine erkrankte Frau aus dem Norden der Stadt in ein Krankenhaus gbracht werden.

„Der Einsatzort lag in der Neustadt Flensburg, die Patientin musste aus dem Ersten Stock einer Hinterhauswohnung liegend zum Rettungswagen verbracht werden“, berichtet Arno Lenger, Zugführer bei der Flensburger Berufsfeuerwehr.

Die Wohnung war nur über einen alten, hölzernen Treppenaufgang im Hinterhof erreichbar. Schon bei dem Betreten der Stufen knarrte und wackelte die ganze Holzkonstruktion derartig, dass so der Transport der Patientin nicht möglich war. Unter der Last hätte das ganze Gebilde einstürzen können, so Lenger weiter.

Sofort wurde der Hilfeleistungszug der Berufsfeuerwehr nachgefordert. Der vermutlich in Eigenkonstruktion erstellte, abenteuerliche Aufstiegsweg zur Etagenwohnung, wurde zunächst mit Stahlstützen und Holzbohlen so abgesichert, so das ein gefahrfreier Abstieg mit mehreren Rettungskräften und der Erkrankten überhaupt möglich war.

Die betroffene Wohnung in der Neustadt verfügt weder über eine andere Zugangsmöglichkeit, auch war eine Rettung der Frau über die Drehleiter, auf Grund der Hinterhoflage nicht möglich gewesen.

Nach rund einer Stunde konnte die Frau schließlich in ein Flensburger Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei verfügte die Hinzuziehung eines Baustatikers, um die Gefahr des Hinterhofgelände einschätzen zu können. Der Treppenaufgang wurde gesperrt, zwei weitere Bewohner wurden durch die Stadt Flensburg zunächst anderweitig untergebracht.

Die Neustadt war bis in die Abendstunden teilweise für den umfangreichen Hilfseinsatz der Feuerwehr, durch die Polizei gesperrt worden.

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