Ab Freitag wieder freie Fahrt auf der Rader Hochbrücke

Drei Wochen früher als geplant: Fahrverbot für Lkw wird aufgehoben

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06. November 2013, 00:31 Uhr

Gute Nachricht für den gesamten Norden: Die Rader Hochbrücke im Zuge der A7 wird ab Freitag – und damit drei Wochen früher als geplant – wieder auf allen Spuren voll für den Verkehr freigegeben, also auch für den Schwerlastverkehr. Entsprechende Hinweise von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) bestätigte ein Sprecher des Verkehrsministeriums gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Offiziell soll der Termin heute bekannt gegeben werden. Damit wolle man Spediteuren einen Planungsvorlauf für die Abwicklung ihrer Transporte geben. Die Branche hatte seit der Sperrung der Hochbrücke für Lkw über 7,5 Tonnen weiträumige Umwege und damit massive Einbußen in Kauf nehmen müssen.

Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) zeigte sich erfreut über die Entwicklung und lobte die Arbeit des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr. „Die haben professionell und konzentriert gearbeitet“, sagte Meyer. Die zwischen 1969 und 1971 gebaute Brücke hatte mitten in der Ferienzeit aus Sicherheitsgründen für den Schwerlastverkehr gesperrt werden müssen. Für Pkw wurden die Brücke auf eine Fahrspur verengt.

Für rund 2,7 Millionen Euro waren seither Dutzende maroder Brückenpfeiler saniert worden. Ursprünglich war mit Kosten von einer Million Euro gerechnet worden. Wie lange die 40 Jahre alte Brücke noch genutzt werden kann, soll ein Gutachten klären. Von dieser Expertise werde abhängen, wie zügig mit dem Bund in die Planungen für ein Ersatzbauwerk der Rader Hochbrücke eingestiegen werde, sagte Meyer.

Mehrere Landespolitiker hatten bereits den Start solcher Planungen gefordert, in die auch ein Ersatz für die Rendsburger Eisenbahn-Hochbrücke einbezogen werden solle. Dies lehnt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bisher ab. Ursprünglich war für die Rader Hochbrücke eine Lebensdauer von bis zu 100 Jahren prognostiziert worden. Kommentar Seite 2

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