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A 7 - die nächste Brücke bröckelt

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erstellt am 15.Aug.2013 | 01:14 Uhr

Hamburg | Man kann die Sache mit den vielen Baustellen auf Hamburgs Straßen natürlich auch sehen wie Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof (SPD) - positiv: "Wir haben mehr Geld zur Verfügung, also gibt es auch mehr Baustellen." Den Autofahrern beschert die Instandhaltungsoffensive bis Jahresende 51 zusätzliche größere Baumaßnahmen auf Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen der Stadt, kündigte der Staatsrat gestern an.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Autobahnen 7 und 1. So wird in Heimfeld ab November die A 7-Brücke über die Stader Straße (B 73) verstärkt. Rieckhof: "Das ist notwendig, um die Lebensdauer für die nächsten 30 bis 40 Jahre zu sichern." Wie an der Rader Hochbrücke ist die Beton-Stahlkonstruktion arg angegriffen. Zwar bleibt die Überfahrung während der einjährigen Bauzeit passierbar, Staus sind aber programmiert. Der Verkehr wird von drei auf zwei Spuren je Richtung verengt: für ein halbes Jahr in beiden Richtungen, danach nur noch Richtung Süden. Schwertransporte von mehr als 44 Tonnen dürfen nicht über die Brücke und werden umgeleitet.

Dazu sind weitere Beeinträchtigungen auf der A 7 angekündigt. Bereits im August und September wird zwischen Moorburg und Waltershof gebuddelt, dazu an den September-Wochenenden in Höhe Schnelsen. 2014 schließen sich dann Sanierungsarbeiten in drei der vier Elbtunnelröhren an (April und Mai). Und: Unmittelbar danach sollen das Mammutprojekt zur Verbreiterung und Überdeckelung der A 7 beginnen. Die Autobahn wird dann nördlich des Elbtunnels für geschätzt sieben bis zehn Jahre zum Schleichweg mit eingeengten Fahrspuren und Tempolimits von 60 und 80 Stundenkilometer.

Staureich wird es auch auf den Autobahnen 1 und 25 zugehen, auf denen sich in den kommenden Monaten diverse Baumaßnahmen aneinanderreihen. Das gilt ebenso für viele innerstädtische Hauptverkehrsstraßen, darunter einige der wichtigsten Einfallstraßen. Groß gebaut wird 2014 unter anderem auf der Kieler Straße, dem Lokstedter Steindamm und dem Heidenkampsweg. Obendrein wird ab April 2014 die Köhlbrandbrücke für ein halbes Jahr saniert.

Die großangelegten Reparaturen am Straßennetz seien für die Bürger doch im Grunde eine gute Nachricht, befand Rieckhof. Es werde zwar zu Behinderungen kommen, so der Staatsrat, der aber versprach: "Chaos ist nicht zu befürchten, Hamburg hat die Baustellensituation im Griff." Eben das bezweifelt CDU-Verkehrspolitiker Klaus-Peter Hesse. Er wirft Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) "hektischen Aktionismus" und risikoreiche Planungen" vor. Hesse: "Auf unvorhergesehene Ereignisse, die zu einer Verlängerung der Baumaßnahmen führen könnten, ist der Senat überhaupt nicht vorbereitet."

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