Kurz vor der Wahl : 38 Prozent der Hamburger unentschlossen

Rund eine Woche vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg sind noch mehr als ein Drittel der Wähler unentschlossen. Laut dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" wissen 38 Prozent der Befragten noch nicht, ob und wen sie am 24. Februar wählen.

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15. Februar 2008, 04:55 Uhr

Nur 62 Prozent seien sich in ihrer Entscheidung bereits sicher. Wie schon Infratest dimap im Auftrag der ARD am Donnerstag konnte auch die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF keine klaren Mehrheiten bei den Parteien ausmachen.
Wäre bereits an diesem Sonntag Bürgerschaftswahl, käme die derzeit alleinregierende CDU laut "Politbarometer" auf 41 Prozent, die SPD auf 34, die GAL auf 10, die FDP auf 5 und die Linken auf 7 Prozent. Infratest dimap hatte 39 Prozent für die CDU, 35 Prozent für die SPD, 10 Prozent für die GAL, 5 Prozent für die FDP und 8 Prozent für die Linke ermittelt. Bei der Bürgerschaftswahl 2004 kamen die CDU auf 47,2 Prozent, die SPD auf 30,5, die GAL auf 12,3 und die FDP auf 2,8 Prozent. Die Linken waren damals nicht angetreten.
Mehrheit möchte von Beust behalten
Auf die Frage, welche Koalition die Hamburger am liebsten hätten, sprachen sich 26 Prozent für Schwarz-Gelb und 27 Prozent für Rot-Grün aus. Lediglich 8 beziehungsweise 7 Prozent favorisieren eine große Koalition aus CDU und SPD oder ein schwarz-grünes Bündnis aus CDU und GAL. Die Forschungsgruppe Wahlen befragte zwischen Dienstag und Donnerstag 1018 zufällig ausgewählte Menschen.
Die Mehrheit der Befragten (51 Prozent) möchte Bürgermeister Ole von Beust (CDU) behalten, für seinen SPD-Herausforderer Michael Naumann sprechen sich der Umfrage zufolge 35 Prozent aus. Dementsprechend fielen auch die Bewertungen auf einer Skala von plus/minus 5 aus. Dort liege Beust mit einem Durchschnittswert von 1,4 deutlich vor Naumann, der mit 0,5 beurteilt wird.
Gleichwohl hat Beust laut Umfrage im Vergleich zu 2004 an Ansehen eingebüßt: Vor der Wahl vor vier Jahren wurde er von den Hamburgern insgesamt mit 2,0 eingestuft und lag parteiübergreifend im positiven Bereich. Jetzt fallen die Einschätzungen für von Beust bei den Anhängern von SPD (minus 0,1), Grüne/GAL (minus 0,8) und Linke (minus 1,2) negativ aus.

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