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300 Libyer leben in Hamburg auf der Straße

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erstellt am 18.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Hamburg | "Wir wollen wie Menschen behandelt werden" - mit diesem Appell haben libysche Flüchtlinge gestern in Hamburg auf ihre Lage aufmerksam gemacht. Seit dem 15. April leben etwa 300 Menschen, die 2011 vor dem Krieg in Libyen flohen, in der Hansestadt auf der Straße. "Wir haben eine humanitäre Katastrophe mitten in unserer Stadt und keiner fühlt sich zuständig", sagte Fanny Dethloff, Menschenrechts-Beauftragte der Nordkirche. Vier Afrikaner haben stellvertretend für 300 libysche Flüchtlinge eine Erklärung an die Bürgerschaftsfraktion geschickt. "Es ist ein Problem, das die europäischen Staaten nur gemeinsam lösen können", sagte Ralf Lourenco von der Hilfsorganisation "Karawane". Bei Kriegsausbruch sei den Flüchtlingen von europäischen Politikern Hilfe zugesagt worden. "Doch die bleibt jetzt aus." Laut Dethloff suchen Hamburger Kirchen nach Unterkunft und Versorgung. Angesichts der 300 Betroffenen bittet Dethloff viele Gemeinden um Mithilfe.

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