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20. Deutscher Mühlentag

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erstellt am 21.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Hamburg | "Mühlen können heute kein Geld mehr verdienen, nur verbraten" - so hat der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM), Erhard Jahn, um Unterstützung für die historischen Bauwerke geworben. Während der Eröffnung des 20. Deutschen Mühlentages gestern lobte er vor der historischen Windmühle Johanna in Wilhelmsburg das große Engagement vieler Bürger und Sponsoren. Das Ziel des Mühlentages, Verständnis für die historische Müllerei zu schaffen, sei heute erreicht, sagte Jahn. In Hamburg und Schleswig-Holstein gaben 56 Mühlen Besuchern einen Einblick in das historische Handwerk.

Zur Eröffnung des deutschlandweiten Aktionstages hatten die Organisatoren an der 1875 erbauten Windmühle einen bunten Markt organisiert. Kunsthandwerker verkauften Schmuck und Gebasteltes, Imker Honig aus der Region. Verkaufsschlager war allerdings das Brot, dessen Mehl von der kräftigen Johanna gemahlen wurde. "Die ersten Leute sind schon morgens um acht hergekommen, um sich ihr warmes Brot zum Frühstücken zu holen", berichtete Gerd Lemcke vom Wilhelmsburger Windmühlenverein. "So voll war es hier am Mühlentag noch nie."

Ab Juni sollen die begehrten Brote auch im neuen Backhaus neben der Mühle in den Ofen geschoben werden. Das kleine Fachwerkhaus soll nach fast zehn Jahren Planungs- und Bauzeit im Juni endlich eingeweiht werden. "Man sieht also: Wir liegen mit der Elbphilharmonie im Trend", sagte Hamburgs Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD). Das Konzerthaus sollte ursprünglich 2010 fertig sein, jetzt wird Frühjahr 2017 als Eröffnungstermin genannt.

Die mit weißen und roten Wimpeln geschmückten Windmühlenflügel drehten sich während der Eröffnung nur selten. "Menschen mögen Mühlen", sagte Hans-Jakob Tiessen, Vorsitzender des Vereins zur Erhaltung der Wind- und Wassermühlen in Schleswig-Holstein und Hamburg. "Das hat etwas mit unserem täglich Brot, aber auch mit der faszinierenden Technik zu tun."

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