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Viel geklickt auf shz.de : Meistgelesen im Oktober: Feuer, Flüchtlingskrise und Morddrohung nach Internet-Hoax

vom

Einige Themen interessierten die Leser von shz.de im Oktober besonders. Hier sind die Top Ten der meistgeklickten Artikel.

shz.de von
erstellt am 05.Nov.2015 | 19:14 Uhr

10. „Sailing Yacht A“: Masten kaputt? Aufregung um Megayacht „White Pearl“ in Kiel

 

Aufregung um die „White Pearl“: Das Segelmagazin „Yacht“ und das Kieler Stadtportal kielisreal.de berichteten, die Megayacht, die seit rund drei Jahren auf der Kieler Werft German Naval Yards gebaut wird, habe bereits nach den ersten Probefahrten Schaden genommen. Die Geschäftsführerin der Werft widersprach diesen Behauptungen. An dem angeblich beschädigten Mast seien lediglich Sensoren angebracht worden. Das Online-Portal korrigierte seine Angaben daraufhin.

9. Hostel an der Exe: Flüchtlinge in Flensburg: „Hier wollen wir nicht bleiben!“

Das Hostel Flensburg: Normalerweise ein Quartier für Rucksack-Touristen – jetzt Unterkunft für etwa 100 Asylsuchende.
Das Hostel Flensburg: Normalerweise ein Quartier für Rucksack-Touristen – jetzt Unterkunft für etwa 100 Asylsuchende. Foto: Staudt

Etwa 100 Flüchtlinge sind im Hostel Flensburg untergebracht. Und sie sind mit den Zuständen dort unzufrieden: beklagt werden Diebstähle, Enge, Unruhe, mangelnde Intimsphäre und Dreck. Die beengte Situation führt außerdem zu Konflikten zwischen den Geschlechtern und Kulturen, die Flüchtlinge empfinden es als unsensibel, dass verschiedene Menschen zusammengewürfelt in einem Zimmer leben müssen. Der Geschäftsführer des Hostels weist die Kritik zurück, er erwartet mehr Eigenverantwortung und Toleranz.

8. Einwohnerversammlung: Flüchtlinge: In Boostedt gibt es viel Wut

Laut schimpfend verließen etwa 200 Bürger die Versammlung. Sie kritisierten die Aussage „Das Boot ist noch lange nicht voll'.
Laut schimpfend verließen etwa 200 Bürger die Versammlung. Sie kritisierten die Aussage „Das Boot ist noch lange nicht voll". Foto: Bury

Viele Boostedter verließen die Einwohnerversammlung zum Thema Flüchtlinge verärgert: Die Turnhalle war so voll, dass einige direkt wieder gehen mussten, weil sie nicht hineinkamen. Die Staatssekretärin des Innenministeriums Manuela Söller-Winkler erntete Pfiffe und Zwischenrufe, als sie davon sprach, 2000 Flüchtlinge in Boostedt unterzubringen. Noch vor einem Jahr hatte das Innenministerium den 4500 Boostedtern eine Obergrenze von 500 Asylsuchenden zugesichert. Viele Boostedter befürchten, dass es durch Flüchtlinge mehr Gewalt und Belästigungen geben könnte.

7. Pfahlbauten in Sankt Peter-Ording: Nasse Gaslieferung: Tanklastzug versinkt in der Nordsee

„Nordgas“ leuchtet in grünen Lettern auf dem gelben Tank: Der Fahrer fuhr sich erst fest, dann setzte die Flut ein.

„Nordgas“ leuchtet in grünen Lettern auf dem gelben Tank: Der Fahrer fuhr sich erst fest, dann setzte die Flut ein.

Foto: Daniel Friederichs
 

Nahe den Pfahlbauten in Sankt Peter-Ording wollte ein Nordgas-Tanklastzug Gas für ein Restaurant liefern und blieb im Sand stecken. Als die Flut kam versank der Tank-Lkw teilweise in der Nordsee. Die Feuerwehr brachte sofort eine Ölsperre um den Lastwagen an, Gefahr bestand nicht. Erste Bergeversuche mussten wegen des Wasserstands und fehlender Ausrüstung abgebrochen werden. Erst bei ablaufendem Wasser war die Bergung erfolgreich.

6. Schleswig-Flensburg und Nordfriesland: Video: Polizei kontrolliert landwirtschaftlichen Verkehr zur Erntezeit

Mitte Oktober beginnt die Maisernte und Dutzende Traktoren und Häcksler sind auf Schleswig-Holsteins Feldern und Straßen unterwegs. Auch die Polizei war mit 13 Streifenwagen in den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg im Einsatz, um gezielt land- und forstwirtschaftlichen Verkehr zu kontrollieren.

5. Flüchtiges Unfallopfer: Schwerer Unfall auf B201: Fahrer nach großer Suchaktion gefunden

<p>Gut 80 Rettungskräfte waren bei einem Unfall auf der B 201 im Einsatz.</p>

Gut 80 Rettungskräfte waren bei einem Unfall auf der B 201 im Einsatz.

Foto: Möller
 

An der Bundesstraße 201 zwischen Schwesing und Wester-Ohrstedt (Kreis Nordfriesland) kam es zu einem schweren Verkehrsunfall mit anschließender Suchaktion. Der Fahrer war mit seinem Fahrzeug von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Wagen überschlug sich mehrfach und blieb mit Totalschaden liegen. Vorbeikommende Fahrer leisteten erste Hilfe und befreiten den Verletzten aus dem Wrack. Noch während über Handy der Notruf gewählt wurde, schleppte sich der stark blutende und verletzte Fahrer in der Dunkelheit von dannen. Er konnte erst nach drei Stunden und 20 Minuten aufgefunden werden, ein Alkoholtest ergab, dass er stark alkoholisiert war.

4. Morddrohung nach Hoax-Aktion: Stimmt nicht: Flüchtlinge fordern mehr Geld

Unfassbar !!! Die kriegen doch schon genug ....!!

Posted by Manuela Kulay on  Mittwoch, 21. Oktober 2015

Ein Beitrag der Flensburger Internetseite Beefing.de sorgte für Furore: „Flensburger Flüchtlinge fordern mehr Geld!“ heißt der Text, auf dessen Foto vier junge Männer (einer vermummt) in Markenklamotten auf der Flensburger Exe mit einem Banner posieren. Der Post erntet Entrüstung, viele empören sich öffentlich. Es sind allerdings keine Flüchtlinge auf dem Foto, sondern bekannte Flensburger. Sie wollen mit diesem Projekt zeigen, wie einfach es ist, mit Lügen negative Stimmung anzufeuern. Doch auch nach der Auflösung des Fakes beruhigt sich die Stimmung nicht: Der Initiator erhält Drohungen.

3. Neumünster : Supermarkt in Flammen – Dachstuhl eingestürzt

Der Supermarkt ist bei dem Feuer vollständig ausgebrannt.

Der Supermarkt ist bei dem Feuer vollständig ausgebrannt.

Foto: Daniel Friedrichs
 

Ein Feuer zerstört einen Supermarkt in Neumünster. Als die Feuerwehr eintrifft, steht das Gebäude bereits komplett in Flammen. Rund 55 Feuerwehrleute brachten das Feuer aber schnell unter Kontrolle und verhinderten das Übergreifen der Flammen auf benachbarte Wohngebäude. Etwa 30 Menschen mussten während der Löscharbeiten die umliegenden Häuser verlassen. Der Dachstuhl des Supermarktes stürzte ein und das Gebäude brannte vollkommen aus.

2. Aufnahmestopps in SH: Flüchtlinge stürmen Tafeln in SH: Lebensmittel werden knapp

Die Tafeln haben Probleme: „Es müsste dringend mehr gespendet werden, aber das können wir nicht beeinflussen.“

Die Tafeln haben Probleme: „Es müsste dringend mehr gespendet werden, aber das können wir nicht beeinflussen.“

Foto: Imago/Horst Rudel
 

Ein Drittel aller Neukunden der schleswig-holsteiner Tafeln sind Asylsuchende. Vor allem in ländlichen Regionen kommt es momentan zu Engpässen bei den Lebensmitteln und Personal. Die Flüchtlinge haben kein Geld und kein Einkommen und daher ein Anrecht auf Hilfe von den Tafeln. Aber diese sind überlastet und benötigen dringend mehr Spenden. Die Tafeln bemängeln, dass sie nicht die Aufgaben der Gemeinden übernehmen oder Vollversorgung leisten können.

1. Schüler in Lübeck: Für Flüchtlinge Betten beziehen - Wirbel um Facebook-Post

Lübecker Schüler sollen in Flüchtlingsheimen Betten machen: Für viele ein Skandal.

Lübecker Schüler sollen in Flüchtlingsheimen Betten machen: Für viele ein Skandal.

Foto: Screenshot/Facebook

Für viel Diskussion sorgte im Oktober ein Facebook-Post: Eine Person entrüstet sich darüber, dass Schüler in einem Lübecker Flüchtlingsheim helfen sollten. Sie bezeichnete dies als „Knechtschaft“ und ging davon aus, dass die Schüler dazu gezwungen würden. Kurz darauf bestätigte das Kieler Bildungsministerium, dass Schüler einer Lübecker Schule in einer Unterkunft für durchreisende Flüchtlinge Betten vorbereitet, Kleidung sortiert und in der Küche geholfen hätten. Das Engagement war allerdings innerhalb einer Praktikumswoche von den Schülern selbst ausgegangen.

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