Hamburg : Mehr Radfahrer-Unfälle: CDU will keine Fahrradwege mehr auf Hauptstraßen

Kann gefährlich werden: Ein ungeschützer Radweg auf einer Straße.
Kann gefährlich werden: Ein ungeschützer Radweg auf einer Straße.

Die Christdemokraten wollen nicht, dass weiterhin Radwege vom Bordstein auf Hauptstraßen verlegt werden.

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04. Dezember 2018, 17:06 Uhr

Hamburg | Die Zahl der Rad-Unfälle ist in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.

Wie aus einer Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Thering weiter hervorgeht, kamen bei den 2640 Unfällen 1985 Radfahrer zu Schaden. Das ist die höchste Zahl an Verletzten in dem Neunmonatsabschnitt seit 2011. Allerdings waren es im Jahr 2016 im Vergleichszeitraum nur sieben Unfallopfer weniger. Tödlich verunglückten im vergangenen Dreivierteljahr zwei Radfahrer, 2014 waren es im gleichen Zeitraum acht gewesen.

Der Senat betonte, dass die Angaben vorläufig seien und nur Ganzjahresergebnisse belastbare Aussagen zuließen. Zu berücksichtigen sei ferner, dass das Wetter in diesem Jahr seit Mai ungewöhnlich trocken und warm gewesen sei, weswegen die Hamburger häufiger aufs Rad gestiegen seien.

Die CDU-Fraktion forderte einen „Paradigmenwechsel“ in der Verkehrspolitik. Sie sprach sich gegen die Verlegung von ungeschützten Radwegen auf Hauptverkehrsstraßen aus. „Anstatt die Fahrradfahrer auf viel zu schmale Radfahrstreifen auf Hauptverkehrsstraßen neben Lkw und Busse zu zwingen, setzen wir uns für gut ausgebaute und sichere Hochbordradwege neben der Straße ein“, erklärte Thering.

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