Verbrauchinformation : Mehr im Geldbeutel: Strompreise sinken seit langem wieder

Strompreis
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Für einen durchschnittlichen Privatkunden liegen die Netzentgelte nach der Prognose bei 10,3 Cent pro Kilowattstunde.

Im Schnitt sinken die Preise um vier Prozent. Ein Vier-Personen-Haushalt kann sich über 13 Euro mehr im Jahr freuen.

shz.de von
04. Oktober 2017, 18:36 Uhr

Quickborn/Kiel | Schleswig-Holsteins Stromverbraucher können aufatmen. Erstmals seit mehreren Jahren könnten die Strompreise im nördlichsten Bundesland wieder leicht sinken. Die Netzentgelte – die gut ein Viertel des Strompreises ausmachen – werden 2018 im Norden „um rund vier Prozent sinken“, das teilte die Schleswig-Holstein Netz AG am Mittwoch mit.

Das Unternehmen ist für einen Großteil des Stromnetzes zwischen Nord- und Ostsee verantwortlich. Für einen durchschnittlichen Privatkunden würden die Netzentgelte nach der Prognose bei 10,3 Cent pro Kilowattstunde liegen. Das wäre zumindest eine minimale Entlastung. 

Ein Durchschnittshaushalt (Vier Personen, 3500 Kilowattstunden) in Schleswig-Holstein dürfte so nach Einschätzung von Experten rund 13 Euro im Jahr sparen – vorausgesetzt, die Stromversorger geben die sinkenden Netzentgelte vollständig an ihre Kunden weiter.

Im Bereich der Gewerbekunden könne aufgrund verschiedener Zusatzeffekte der Rückgang sogar bei rund zehn Prozent liegen, heißt es in einer Mitteilung der Schleswig-Holstein Netz AG. Es ist das erste Mal seit mindestens drei Jahren, dass die Netzentgelte in Schleswig-Holstein wieder sinken, nachdem sie in früheren Jahren massiv zugelegt hatten.

Möglich wird dies vor allem durch ein neues Gesetz. Dieses sieht die Abschaffung der sogenannten vermiedenen Netzentgelte sowie eine bundesweite Angleichung der zuvor noch regional unterschiedlichen Netzentgelte im Bereich der Übertragungsnetze vor. Beides kommt Stromkunden in Schleswig-Holstein zu Gute.

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