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Ausreisepflichtige Personen : Mehr als 6700 Ausreisepflichtige in SH

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Die meisten kommen aus Afghanistan, das erst kürzlich als „sicheres Herkunftsland“ eingestuft wurde.

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2017 | 17:21 Uhr

Kiel | Aus einer Übersicht des Innenministeriums vom Mittwoch geht hervor, dass gut 6700 Ausreisepflichtige derzeit in Schleswig-Holstein registriert sind. Davon werden fast 5400 im Land geduldet. Von diesen haben nahezu 1100 wegen fehlender Reisedokumente den Duldungsstatus und 188 aus medizinischen Gründen.

Besonders nach der blutigen Messerattacke eines ausreisepflichtigen Asylbewerbers in Hamburg werden Forderungen nach einer schärferen Abschiebepraxis wieder lauter. Der 26-jährige war den Landesbehörden als Islamist bekannt, wurde aber als nicht unmittelbar gefährlich eingestuft.

Die meisten ausreisepflichtigen Ausländer in Schleswig-Holstein kommen aus Afghanistan. Darauf folgen Albanien, Russland, Serbien, der Kosovo, der Irak und Armenien als Herkunftsländer der Ausreisepflichtigen.

Den Angaben zufolge mussten im ersten Halbjahr 259 Menschen zwangsweise das Land verlassen. In 360 weiteren Fällen konnte dies in diesem Zeitraum nicht durchgesetzt werden. 140 Mal war der Betreffende untergetaucht, 58 Mal lagen medizinische Gründe vor und in 29 Fällen Kirchenasyl. 822 Menschen reisten in den ersten sechs Monaten des Jahres freiwillig aus. Im ersten Halbjahr kamen fast 2600 Asylsuchende neu ins Land, davon 382 im Juni. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt nahezu 10.000, im Jahr zuvor 35.000.

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