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Eutin : Mann legt im Gericht Feuer: Er wollte in eine Zelle

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Dem Wunsch des 67-Jährigen wurde entsprochen - er kam in U-Haft.

von
erstellt am 17.Feb.2017 | 18:50 Uhr

Eutin | Er legte Feuer aus Protest – und weil er in eine Gefängniszelle wollte. Das ergab die polizeiliche Vernehmung eines 67-jährigen Mannes, der im Eutiner Amtsgericht ein Feuer gelegt hat. Seinem Wunsch nach Einlieferung in eine Haftanstalt wurde entsprochen: Dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft für den Mann aus Neustadt zur Verhinderung weiterer Straftaten stimmte ein Richter zu.

Der 67-Jährige war Donnerstagmittag problemlos mit einer kleinen „Brandbombe“ durch die Personenkontrolle am Eingang des Amtsgerichtes gekommen. „Er hatte eine kleine Plastikflasche bei sich, in der vermutlich Benzin war. Das sah aus wie ein Getränk. So weit, dass wir Flaschen öffnen und an dem Inhalt riechen, gehen wir noch nicht“, sagte die Direktorin des Amtsgerichtes, Anja Farries.

Der 67-Jährige schüttete auf dem Fliesenboden des Flures im ersten Stock eine brennbare Flüssigkeit aus und zündete sie an. Er ließ sich widerstandslos festnehmen, ein Justizangestellter löschte die Flammen mit einem Feuerlöscher. Allerdings gab es eine starke Rauchentwicklung, das Gebäude wurde evakuiert. Die um 13.43 Uhr durch die Brandmeldeanlage alarmierte Eutiner Feuerwehr belüftete das Gebäude und beseitigte Reste des Benzins mit Hilfe von Bindemittel. Den Polizeibeamten erklärte der 67-jährige, er sei mit einer ihm zugewiesenen Obdachlosenunterkunft nicht zufrieden. Aus Protest habe er sich zu einer Brandstiftung im Gericht entschlossen. Er wolle in Haft genommen werden.

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