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Nord-Ostsee-Kanal gesperrt : Löcher der „Siderfly“ sind größer als erwartet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wie lange der NOK gesperrt bleibt, steht nicht fest. Die „Siderfly“ liegt seit einer Havarie am Montag unter der Brunsbütteler Hochbrücke und blockiert die Wasserstraße. Arbeiter sollen das Wasser-Diesel-Gemisch im Frachter abpumpen.

shz.de von
erstellt am 30.10.2013 | 17:00 Uhr

Brunsbüttel/Cuxhaven | Nach der Kollision von zwei Frachtern bleibt der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) für die Schifffahrt weiter gesperrt. „Wann der NOK für den Verkehr freigegeben werden kann, ist zurzeit noch unklar“, teilte das Havariekommando Cuxhaven am Mittwochnachmittag mit. Bei der Kollision am frühen Montagmorgen war die „Siderfly“ leckgeschlagen und blockiert seitdem die wichtige Wasserstraße. Zwar liegt der Frachter an der Böschung, doch die Gefahr, dass vorbeifahrende Schiffe den Havaristen losreißen, ist zu hoch.

Untersuchungen mit einer Spezialkamera hätten ergeben, dass das Leck im vorderen Bereich des Schiffes weit größer ist, als vom Kapitän zunächst erkannt worden war. Das Loch sei fünf mal acht Meter groß. „Für den Fortgang der Bergungsarbeiten bedeutet das, dass auch der Laderaum des Schiffes so schnell wie möglich vor Ort geleert werden muss, um die sichere Lage des Schiffes zu erhalten“, teilt das Havariekommando mit. Die Bergungsarbeiten seien wie geplant fortgesetzt worden.

Zunächst sei der Maschinenraum der havarierten „Siderfly“ leergepumpt sowie das Abpumpen des Wasser-Diesel-Gemischs aus dem vorderen Bereich des 100 Meter langen Schiffs vorbereitet worden.

Die unter der Flagge von St. Vincent und den Grenadinen fahrende „Siderfly“ war auf dem Weg von Brunsbüttel nach Antwerpen. Sie hatte das organische Düngemittel Urea (Harnstoff) geladen: weiße, ungiftige Kristalle, die wegen ihres hohen Stickstoffgehaltes weltweit als Stickstoffdüngemittel genutzt werden. Offenbar führte ein Fahrfehler dazu, dass der Tanker „Coral Ivory“ den Frachter gerammt hat.

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