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Glatteis in Schleswig-Holstein : Lkw rast in Porsche – 30 Unfälle in Lübeck

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Spiegelglatte Straßen beschäftigen die Einsatzkräfte in Schleswig-Holstein seit Montagabend. Nach einem schweren Unfall in Ostholstein vermeldet die Polizei am Tag darauf viele weitere Verletzte. Besonders betroffen waren die östlichen Regionen des Landes.

Überfrierender Regen hat auch am frühen Dienstagmorgen den Verkehr in Teilen Schleswig-Holsteins stark beeinträchtigt. Die Polizei registrierte mehrere Unfälle. Gegen 10 Uhr verlor ein Porsche-Fahrer in der Manfred-Samusch-Straße in Ahrensburg die Kontrolle über seinen Cayenne – er war zu schnell auf der spiegelglatten Fahrbahn unterwegs.

Der Wagen drehte sich in einer leichten Rechtskurve und blieb quer auf der Fahrbahn stehen. Ein Lastwagenfahrer konnte nicht mehr abbremsen und knallte frontal in die Fahrerseite des Autos. Der Mann wurde eingeklemmt und musste verletzt ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg ihn mit hydraulischem Gerät befreit hatte. Der Lastwagen-Fahrer blieb unverletzt.

Straßenglätte war auch der Grund für einen Unfall zwischen Bevern und Ellerhoop im Kreis Pinneberg auf der L110 am Dienstagmorgen. Gegen 9.15 Uhr verlor eine Frau in einer Kurve die Kontrolle über ihr Auto und landete im Straßengraben. Die 55-Jährige blieb unverletzt, ihre ein Jahr jüngere Beifahrerin wurde leicht verletzt. Als die Polizei an der Unfallstelle eintraf hatten die Beamten Probleme, sich wegen der Glätte auf den Beinen zu halten.

Aus Lübeck und Ostholstein vermeldete die Polizei am Dienstagvormittag mehr als 30 Unfälle wegen glatter Straßen – innerhalb von nur zwei Stunden. So stürzte beispielsweise eine Radfahrerin in Lübeck und musste verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Mehrere Autos und Lastwagen kamen ins Rutschen und knallten teilweise ineinander und gegen Pfeiler.

Bereits am Montagabend waren bei einem schweren Verkehrsunfall auf eisglatter Fahrbahn in Ostholstein zwei Menschen ums Leben gekommen und mehrere Autoinsassen verletzt worden.

Glatteis hatte auch auf der Autobahn 20 bei Bad Segeberg zu einem Unfall mit einer verletzten Frau geführt – und die Rettungskräfte ebenfalls vor Probleme bei der Bergung gestellt. Wie ein Feuerwehrsprecher in der Nacht zum Dienstag mitteilte, war die Autofahrerin am Montagabend nahe der Gemeinde Geschendorf (Kreis Segeberg) auf der spiegelglatten A20 ins Rutschen geraten und daraufhin mehrmals mit Mittel- und Außenleitplanke kollidiert. Die verletzte Frau kam in ein Krankenhaus.

Als die Feuerwehr den Unfallort sicherte und die Straße absperrte, hätten sich die Einsatzkräfte teils kaum auf den Beinen halten können, weil die Straße mit einer Eisschicht überzogen gewesen sei, teilte der Sprecher mit. Ihr Einsatz war zu dem Zeitpunkt aber noch nicht beendet: In der Nähe der Unfallstelle standen mehrere Lastwagen auf dem Seitenstreifen, weil sie wegen der Glätte von der Fahrbahn abgekommen waren oder nicht über eine leichte Steigung fahren konnten. Erst gegen Mitternacht war die A20 wieder befahrbar.

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erstellt am 21.Jan.2014 | 12:30 Uhr

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