LKA Kiel: Sichtbar machen, was sonst eher verborgen bleibt

Wie beständig Spurenmaterial sein kann, zeigt Forensikerin Maris Witt vom Kieler Landeskriminalamt bei einem Versuch im Labor. Redakteurin Sibylle Bremer wird gebeten, sich die Hände am Becken gründlich zu waschen. Ob sie nun irgendwo Spuren hinterlassen habe, wird sie gefragt. Sie verneint es, da das Becken überall mit Wasser bespritzt ist. Maris Witt kann jedoch in Sekunden das Gegenteil beweisen. Mit Hilfe der Rußpulversprühlösung „SPR-Aquaprint“ macht sie Fingerabdrücke sogar auf nassen Oberflächen sichtbar, denn die eingefärbten Kleinpartikel der Lösung bleiben an den feinen Fettabsonderungen der Finger haften. So können die charakteristischen Abdrücke auch noch an Beweisstücken gefunden werden, die kurze Zeit dem Regen ausgesetzt oder auf dem Grund eines Sees komplett mit Wasser bedeckt waren.