"Lille Bjørn" wird ein Regenbogenkrieger

Jahrelang ist Christian Dudek als Umweltaktivist um die Welt gereist. Jetzt kaufte der den Segler 'Lille Bjørn' und machte in Flensburg fest. Foto: Metzger
Jahrelang ist Christian Dudek als Umweltaktivist um die Welt gereist. Jetzt kaufte der den Segler "Lille Bjørn" und machte in Flensburg fest. Foto: Metzger

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11. April 2012, 03:59 Uhr

Flensburg | Jahrelang war "Lille Bjørn" im Gravensteiner Hafen vertäut, dort, wo einst die "Butterschiffe" anlegten. Für einen einzigen Euro kaufte Christian Dudek gemeinsam mit der Organisation "Regenbogenkrieger" den alten Zweimaster. Es gibt noch viel zu tun: "Es muss gründlich aufgeräumt und alles überprüft werden Doch das Schiff wird wieder auf große Fahrt gehen ", heißt es optimistisch vom Kapitän, dessen ökologische Aufgabe es ist, die Kleinen Tümmler in Förde und Ostsee zu beobachten. Als er hörte, dass das Schiff für einen einzigen Euro zu haben war, meldete er sich bei den ehemaligen Eignern. "Lille Bjørn" war einst das Schulschiff der privaten Tvind-Schule "Småskolen på Søgårdhus" bei Apenrade, aber es ist schon eine ganze Weile her, dass das Schiff auf hoher See war, und die Schule hat nicht viel Geld darauf verwendet, um die alte Dame in Schuss zu halten.

Dudek hat Kontakt zu seinen Sponsoren aufgenommen und ist nun auf der Suche nach weiteren, denn "Lille Bjørn" ist ein großes Projekt - und Dudeks Kopf voller Pläne für Veranstaltungen mit Kunst und Musik, mit deren Hilfe Geld beschafft werden soll, um das Holzschiff zu renovieren und für Leben und fröhliche Tage auf der Holzbrücke im Museumshafen zu sorgen.

Auch Uwe Kutzner von der Museumswerft an der Schiffbrücke sei in dieser Sache eine große Hilfe gewesen, berichtet Christian Dudek, der selber nach Gravenstein fuhr, um "Lille Bjørn" nach Flensburg zu manövrieren. Die Fahrt verlief weitaus besser als erwartet. Alles ging gut: "Lille Bjørn" schaffte den Törn über die Flensburger Förde.

"Unter dem Kiel saßen regelrechte Muschelbänke, die es uns erschwerten, das Schiff zu steuern. Die Ankeranlage muss repariert werden, und es gibt noch allerhand zu tun, aber der Motor ist in Ordnung, die Maschinen laufen, Navigation und Radar sind neu", sagt der Heilpraktiker Ralf Klöcker, der sich nicht nur auf Medizin versteht, sondern auch auf Schiffstechnik.

"Lille Bjørn" nimmt mit 117 Fuß Länge am Kai der alten Museumswerft einigen Platz in Anspruch, und die Arbeiten daran, das Schiff wieder auf Vordermann zu bringen, sind inzwischen angelaufen. "Das Äußere sieht vielleicht ein wenig kümmerlich aus, aber im Großen und Ganzen ist das Schiff in einem guten Stand", sagte Ralf Klöcker.

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