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Leser diskutieren über G8 und G9: „Kinder sollen ihre Kindheit genießen“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

G8 oder G9 - was ist besser für die Kinder? Diese Frage beschäftigt auch unsere Leser im Netz, nachdem die CDU am Donnerstag die Schulpolitik zum Wahlkampfthema gemacht hat. Sie will im Fall eines Wahlsiegs bei der Landtagswahl das Abitur nach neun Jahren in Schleswig-Holstein wieder verbindlich einführen. Dabei hatte sich auch die Union sich vor Jahren für G8 eingesetzt.

Bei einer Leserumfrage per WhatsApp fanden gestern 85 Prozent G9 besser als G8.  971 Abonnenten haben ihre Stimme abgegeben. Repräsentativ ist die Umfrage nicht, aber ein Stimmungsbild.

Die G9-Befürworter sind auch in den Kommentaren auf der Facebookseite von shz.de in der Überzahl: „Super! Endlich wieder mehr Zeit fürs Lernen. Und für die Lehrer ist es auch viel schöner. Es nimmt Druck aus dem System“, schreibt etwa Lukas Lind. Und Dirk Schulz findet: „Kinder sollen ihre Kindheit genießen. Der Stress der Arbeitswelt kommt noch früh genug. G8 ist ein großer Fehler und gehört korrigiert.“

Auch junge Leute melden sich zu Wort: „Ich konnte es mir aussuchen und war sehr froh, G9 gewählt zu haben“, bekennt Erik Polmmer. Jana Alex rät: „Einfach mal die Schüler und Eltern fragen, was sie wollen. Oder sich mal angucken, wie viele wirklich mit G8 weiter studieren. Die meisten brauchen dann erstmal Pause.“

Manche verstehen das Problem nicht: „Ich komme aus Thüringen und dort gab und gibt es schon ,immer’ G8 .Trotzdem habe ich nach der Schule immer Zeit gehabt für Freunde, Sportvereine, ein Instrument zu lernen, mich selbst zu verwirklichen. Ist das nicht vielmehr ein Organistionsproblem, auch der Schulen?“, fragt Seb Hübi.

„Das letzte Jahr ist bei G9 überflüssig. Es wird an jeder Universität wiederholt“, findet Klaus Adolf Ohde. „Bevor man über diesen unsinnigen Rückschritt nachdenkt, sollten sie erst mal alle bisher offenen Lehrerstellen besetzen. Und dann noch ein Jahr länger unterrichten? In welchen Räumen und mit wem?“, fragt Regina Ebeling. „Bloß nichts Beständiges. Und am besten in jedem Bundesland was anderes“, kommentiert Jutta Bergmann ironisch. Das Hin und Her in der Schulpolitik frustriert offensichtlich.  

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erstellt am 03.Feb.2017 | 17:34 Uhr

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