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Schnee und Glätte in SH : Lebensgefahr nach Unfall in Hollingstedt – Verletzte auf der A7

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Die Autobahn Richtung Hamburg muss für Stunden gesperrt werden, nachdem ein Autofahrer am Abend auf der A7 zwischen Großenaspe und Bad Bramstedt ins Schleudern kommt und weitere Wagen in einen Unfall verwickelt. Schwer verletzt wird ein Mann im Kreis Schleswig-Flensburg.

Harrislee/Bad Bramstedt | Ein Autofahrer ist am Dienstagabend bei einem Verkehrsunfall auf der L29 bei Hollingstedt (Kreis Schleswig-Flensburg) lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, war der Mann vermutlich aufgrund von Glätte und überhöhter Geschwindigkeit mit seinem Fahrzeug ins Schleudern geraten, geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte dort gegen einen Baum. Er kam in ein Krankenhaus.

Ein paar Stunden später kam es zu einem weiteren glättebedingten Unfall in Hollingstedt: Ein Pizzabote verunglückte aus Schleswig kommend auf der K39. Er geriet ins Schleudern, fuhr in einen Graben und überschlug sich mehrmals. Der 21-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Beim Wagen entstand Totalschaden.

Das Winterwetter bereitete den Autofahrern auch am Dienstagabend Probleme: Leichtes Schneetreiben und eine dünne Schneedecke führten auf der A7 zwischen Großenaspe und Bad Bramstedt im Kreis Segeberg zu einem Unfall – vier Autos waren daran beteiligt. Sechs Menschen wurden verletzt.

Ein Autofahrer kam mit seinem Renault gegen 20.30 Uhr ins Schleudern und von der Fahrbahn ab – seine Fahrt endete hinter der Leitplanke im Grünstreifen. Ein nachfahrender Wagen behindert anschließend den Verkehr, weil der Fahrer auf der rechten Spur zum Stehen kommt. Beim Bremsversuch einer dahinter fahrenden Frau schleudert ihr Wagen zunächst gegen die Leitplanke und dann zurück auf die Fahrbahn. Ein Geländewagen kracht gegen zwei der Autos und kommt 50 Meter weiter auf dem Standstreifen zum Stehen.

Rettungskräfte aus Hamburg, dem Kreis Segeberg und Neumünster versorgten die sechs beim Unfall leicht verletzten Personen. Sie wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Die A7 musste in Richtung Hamburg für mehrere Stunden gesperrt werden, es bildete sich ein über sechs Kilometer langer Rückstau.

Im nordfriesischen Friedrichstadt kam am späten Abend ein 18-Jähriger Autofahrer beim Abbiegen von der B202 ab, kollidierte mit einem geparkten Wagen und kam erst an einer Hausfassade zum Stehen. Leichter Schneefall hatte für ein rutschiges Kopfsteinpflaser gesorgt – der Fahrer war in der 30er-Zone außerdem zu schnell unterwegs. Eine 19-jährige Beifahrerin wurde beim Unfall leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von über 31.000 Euro.

Auch auf der A1 kam es zwischen Harburg und Stillhorn in der Nacht zu einem glättebedingten Unfall: Ein Lkw-Anhänger kippte um, nachdem das Fahrzeug ins Schleudern geraten war – und krachte auf die Fahrbahn. Die Feuerwehr musste den Anhänger mit einem Kran wieder aufrichten. Die Autobahn musste für knapp zwei Stunden zwischen Harburg und Stillhorn gesperrt werden. Aber nicht nur die Glätte war schuld an dem Unfall – der Lkw-Fahrer hatte einen Atemalkoholwert von 1,56 Promille.

Nach dem Wintereinbruch mit zum Teil extremer Glätte hat sich die Verkehrssituation im Norden nach Angaben der Polizei inzwischen allerdings deutlich beruhigt. Überfrierender Regen hatte in Teilen Norddeutschlands am Dienstag zu mehreren Unfällen geführt. Besonders betroffen waren die östlichen Regionen Schleswig-Holsteins.

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erstellt am 22.Jan.2014 | 07:22 Uhr

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