Minderheitenpolitik in SH : Langjähriger Grenzlandbeauftragter Kurt Schulz ist tot

Kurt Schulz ist mit 94 Jahren gestorben.
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Kurt Schulz ist mit 94 Jahren gestorben.

Schulz starb bereits in der vergangenen Woche mit 94 Jahren. Torsten Albig würdigt seinen Verdienst.

shz.de von
28. März 2017, 17:33 Uhr

Eckernförde/Kiel | Schleswig-Holsteins langjähriger Grenzlandbeauftragter Kurt Schulz ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Das bestätigte die Stadt Eckernförde am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt starb bereits in der vergangenen Woche.

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) würdigte die Verdienste von Schulz. „Als Grenzlandbeauftragter hat sich Kurt Schulz von 1991 bis 2000 für die Belange der nationalen Minderheiten und für die niederdeutsche Sprache stark gemacht“, sagte Albig. „Damit hat er die Minderheitenpolitik in Schleswig-Holstein entscheidend mitgeprägt. Sein Einsatz wirkt bis heute nach.“

Schulz habe sich zudem als Kommunalpolitiker und Eckernförder Bürgermeister, als Landtagsabgeordneter und Landtagsvizepräsident jahrzehntelang mit viel Herzblut sowie Ideenreichtum und Durchsetzungskraft in der Politik engagiert. „Für ihn standen immer die Menschen im Mittelpunkt. Er war ein gradliniger und vielfach ausgezeichneter Politiker, der in Schleswig-Holstein viel bewegt hat. Wir haben ihm viel zu verdanken und werden ihn nicht vergessen.“

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