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Landtagswahl in SH 2017 : Wahlbörse: SPD und CDU liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen

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Wer gewinnt die Wahl in SH? Zwei Tage vor der Wahl ist der Ausgang vollkommen offen. Ein Blick auf die Wahlbörse.

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erstellt am 05.Mai.2017 | 17:43 Uhr

Kiel/Flensburg | Der Endspurt läuft, am Sonntag wird gewählt: Auf den letzten Metern werden noch aktuelle Umfragen veröffentlicht – und das Rennen zwischen Ministerpräsident Torsten Albig und Daniel Günther ist knapp wie nie zuvor. Das ZDF-Politbarometer sah die CDU am Donnerstag knapp vorn, ähnlich wie andere Umfragen von Infratest dimap, der Forschungsgruppe Wahlen und INSA zuvor auch. In der sh:z-Wahlbörse (hier geht's zum Markt) liegen SPD und CDU Kopf an Kopf.

 
  • Die SPD steht bei 30,5 Prozent (in den letzten Umfragen: 29 bis 31 Prozent).
  • Die CDU kommt ebenfalls auf 30,5 Prozent (32 bis 33 Prozent). „Allerdings hat die CDU im Gegensatz zur SPD in den vergangenen Tagen eine steigende Tendenz“, erläutert Wahlbörsenleiter Walter Mohr vom Institut Prognosys aus Handewitt. Ferner zeigt der Master-Vote, in dem alle Informationen aus Umfragen, Wahlbörsen und sonstigen Voraussagen verarbeitet werden, ebenfalls ein leichtes Plus für die CDU.
  • Am stabilsten sind bisher die Grünen. Sie liegen ziemlich konstant mit 12,2 Prozent auf dem dritten Platz. Die Umfrageinstitute schätzen sie auf 12 Prozent.
  • Die FDP hat aktuell auch zugelegt und kann 9,9 Prozent (8,5 bis 11 Prozent) verbuchen.
  • Die AfD wird wohl mit 6,0 Prozent (5 bis 6 Prozent) erstmalig in das Parlament einziehen, – auch wenn wegen des fallenden Trends und starker Schwankungen ein kleines Restrisiko bleibt, schätzt Mohr.
  • Bei den Linken ist es umgekehrt. Sie sind in den vergangenen Wochen zwar auf 4,1 Prozent (4,5 bis 5 Prozent) gestiegen, es besteht aber eine größere Gefahr, dass sie ihr Ziel auch dieses Mal nicht erreichen.
  • Diese Sorgen hat der SSW nicht, weil er durch einen Sonderstatus von der Fünf-Prozent-Regel befreit ist. Er wird zurzeit mit 3,7 Prozent (3 bis 4 Prozent) gehandelt. Allerdings könnte er einen seiner drei Sitze verlieren.
  • Die Sonstigen, einschließlich der Piraten, sind auf 3,1 Prozent (2 bis 3 Prozent) gefallen.
Was ist eine Wahlbörse?

Bei der Wahlbörse wird mit virtuellen Partei-Aktien gehandelt. Das Planspiel ist ein relativ präzises Prognoseinstrument, um den Ausgang einer Wahl vorherzusagen. Die Wahlbörse für Schleswig-Holstein hat schon fast 140 Mitspieler angezogen. Schon etwa 100 Teilnehmer können sehr gute Ergebnisse erzielen, die denen von Umfragen ebenbürtig sind.

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Mit einer neuen Methode kann Mohr die Güte von Wahlprognosen bewerten. Der so genannte Wahlradar berechnet die Gewinnwahrscheinlichkeiten. „Dabei werden nicht nur die hier angegebenen Prognosen, sondern zusätzlich Schwankungsgrößen verwendet“, erklärt Mohr. Vor drei Wochen kam die Küstenkoalition dabei noch auf 65 Prozent. Jetzt erreicht sie nur noch 44 Prozent.

Die spannende Frage ist also, ob die SPD und die dazugehörige Koalition das Blatt auf den letzten Metern noch wenden können. Mohr erklärt: „Infratest dimap und die Forschungsgruppe Wahlen haben ebenfalls Informationen zu weichen Faktoren wie Direktwahl und Kompetenzen zum Amtsinhaber und seinem Herausforderer sowie zur Zufriedenheit mit der Küstenkoalition ermittelt. Diese Ergebnisse waren zwar nicht berauschend, deuteten jedoch eher nicht auf eine Wechselstimmung hin.“

Die Wahlbörse läuft noch bis zum Wahltag um 17 Uhr. „Wir werden versuchen, diesen last swing zu erfassen“, sagt Mohr. Wahlprognosen seien im Laufe der Zeit immer schwieriger geworden, weil sogar in der letzten Woche vor der Wahl noch bis zu 30 Prozent der Wähler unentschlossen seien, ob und wen sie wählen sollen. Doch Mohr ist die Vorfreude anzumerken: „Wie bei der letzten Wahl 2012 könnte uns wieder ein Nordkrimi bevorstehen.“

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