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Landtagswahl in SH 2017 : Umfrage und Wahlbörse: Küsten-Koalition mit Mehrheit – CDU holt aber auf

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Es bleibt ein enges Rennen bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Die SPD führt.

shz.de von
erstellt am 20.Apr.2017 | 16:00 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Koalition aus SPD, Grünen und SSW kann laut einer neuen Umfrage bei der Landtagswahl am 7. Mai auf eine Mehrheit hoffen - aber die Union holt weiter auf. Würde schon an diesem Sonntag gewählt, könnte die SPD mit 33 Prozent rechnen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von infratest dimap im Auftrag des NDR hervorgeht. Damit bliebe die Partei im Vergleich zu einer Erhebung von Anfang April stabil.

Die CDU gewinnt demnach einen Prozentpunkt hinzu und käme auf 31 Prozent. Die Grünen stehen laut Umfrage unverändert bei 12, die FDP weiter bei 9 Prozent. Im Vergleich zur Landtagswahl 2012 (30,8 Prozent) würde die Union ihr Ergebnis damit in etwa halten, die SPD ihres jedoch verbessern (2012: 30,4 Prozent). Die AfD verliert im Norden dagegen an Zustimmung und käme nur noch auf 5 Prozent (-2). Mehr als 80 Prozent der Befragten finden demnach, die Partei sei zu zerstritten, um ernsthaft Politik mitgestalten zu können. Der von der Fünf-Prozent-Hürde befreite SSW kommt auf 3 Prozent. Linke (4 Prozent) und Piraten (nicht gesondert ausgewiesen) würden den Einzug in den Landtag in Kiel verpassen.

In der nicht repräsentativen Wahlbörse des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages - dort handeln die Teilnehmer mit den Erfolgschancen der Parteien wie mit Aktien - lag die SPD am Donnerstagnachmittag mit knapp 32 Prozent ebenfalls vor der CDU mit etwa 28,6 Prozent. Die Grünen standen bei gut 12 Prozent, die FDP bei mehr als 9 und die AfD bei 6,6 Prozent. Die Linken und der SSW erreichen je 3,7 Prozent.

Die Umfragewerte im zeitlichen Verlauf:

 

Mit der Arbeit der Regierung sind der infratest-Umfrage zufolge 61 Prozent der Befragten zufrieden (plus 4 Prozentpunkte). Der Anteil der Unzufriedenen ist auf 35 Prozent gesunken (minus 5). Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) bleibt weiter vor FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki und Grünen-Spitzenkandidatin Monika Heinold der beliebteste Spitzenkandidat. CDU-Herausforderer Daniel Günther verlöre bei einer Direktwahl des Regierungschef mit 26 Prozent (plus 1) klar gegen Albig, der auf 55 Prozent kommt (plus 4).

Albig freut sich über die wachsende Zustimmung zur Arbeit seiner Regierung. „Wir liegen als SPD in den Umfragen vorne und haben eine stabile Mehrheit als Küstenkoalition; das ist erfreulich und eine gute Motivation, weiter um jede Stimme bis zum 7. Mai zu kämpfen“, sagte er. „Aber es wäre ein Fehler zu glauben, die Wahl wäre schon gewonnen.“ Ein besonderer Ansporn seien die sinkenden Werte der AfD.

Ein weiteres Ergebnis der Befragung lautet, das sich mit 53 Prozent zwar weiterhin die Mehrheit eine SPD-geführte Landesregierung wünscht, allerdings sähen mehr Befragte (34 Prozent, +5) gerne die CDU in der Führungsrolle. „Die Richtung stimmt weiter. Das ist entscheidend für den Endspurt im Wahlkampf und wird unsere Unterstützer weiter motivieren“, sagte Günther. Seine Partei habe in den vergangenen Wochen vier Prozentpunkte gewonnen.

Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren war die CDU mit 30,8 Prozent knapp vor der SPD (30,4) gelandet. Die Grünen schafften 13,2 Prozent, FDP und Piraten jeweils 8,2 und der SSW 4,6 Prozent.

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