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Nach Wahlniederlage : So reagieren die Politiker auf Torsten Albigs Rückzug

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Viele loben die Flüchtlingspolitik des Ministerpräsidenten, andere dessen Politik-Stil. Eine Übersicht.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2017 | 16:15 Uhr

Kiel | Ministerpräsident Torsten Albig zieht sich aus der Politik zurück, als Konsequenz aus der Wahlschlappe vom 7. Mai. Der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner zollte Albig in einer Mitteilung am Dienstag großen Respekt vor diesem Schritt und sprach persönlichen Dank aus. Albig habe als Ministerpräsident „Maßstäbe über den Tag hinaus gesetzt“ und es bleibe „sein Verdienst, mit der Regierungsbeteiligung des SSW zum ersten Mal in Europa eine Partei einer nationalen Minderheit an einer Regierung beteiligt zu haben“. Maßstäbe habe auch Albigs Stil der politischen Führung gesetzt. „In der Küstenkoalition gab es keine große und keine kleine Partei“, so Stegner.

Auch Flemming Meyer und Lars Harms vom SSW dankten Torsten Albig in einer Mitteilung. Albig stehe wie kein zweiter für die Küstenkoalition, die einen neuen Politikstil in Schleswig-Holstein etabliert habe: „eine Politik, die erst zuhört und dann entscheidet“. Die „Häme und Anschuldigungen, mit denen Torsten Albig dieser Tage konfrontiert wird“, würden seiner Leistung für das Land nicht gerecht, so der SSW weiter. Es sei die Küstenkoalition gewesen, die vorgelebt hätte, „wie humane Flüchtlingspolitik geht, während andere in Panik geraten“.

Rasmus Andresen, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, lobte die politische Arbeit Albigs via Twitter:

Auch der stellvertretende Ministerpräsident, Robert Habeck von den Grünen, bedankte sich im Netz für Albigs Einsatz:

Der CDU-Landesvorsitzende Daniel Günther hat sich am Nachmittag ebenfalls zu Wort gemeldet. „Bei allen politischen Unterschieden war der gegenseitige Umgang zwischen uns immer von Fairness geprägt“, teilt er in einer E-Mail mit. Albigs Entscheidung, sich nun aus der Politik zurückzuziehen, verdiene Anerkennung.

Weniger positiv äußerte sich FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki: „Es ist ein längst überfälliger Schritt. Torsten Albig hat - anders als Hannelore Kraft - den Zeitpunkt eines würdevollen Abgangs verpasst“, sagte er.

Ex-Innenminister Andreas Breitner (SPD) meldete sich ebenfalls bei Facebook zu Wort: „Torsten Albig hält ein letztes Mal den Kopf hin. Für ein Wahlergebnis, das er nicht allein zu verantworten hat. Schade, traurig und meinen Respekt. Die allermeisten Schleswig-Holsteiner leben zufrieden und glücklich. Und jenseits der Berufspolitik. Mach es gut“, ließ Breitner über das soziale Netzwerk verlauten.

Finanzministerin Monika Heinold von den Grünen lobt die zurückliegende Zusammenarbeit: „Es waren fünf sehr gute Jahre für eine Koalition, die sehr verantwortungsvoll zusammengearbeitet hat.“

Uli Schuppels von den Linken hofft, dass auch Ralf Stegner seinen Rücktritt erklären wird:

 
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