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Landtagswahl SH 2017 : Neue Umfrage: Keine Mehrheit für Regierung aus SPD, Grünen und SSW

vom

Das ZDF-Politbarometer sieht die CDU weiter vorn: Die Partei kommt in der Umfrage nach wie vor auf 32 Prozent.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2017 | 09:47 Uhr

Kiel | Am Sonntag wählen die Schleswig-Holsteiner ihren neuen Landtag - und nach einer aktuellen Umfrage liegt die CDU mit 32 Prozent weiter vorn. Das aktuelle ZDF-Politbarometer zeigt mit 29 Prozent außerdem einen Prozentpunkt Verlust für die SPD an. Das bedeutet: Außer einer großen Koalition und den Bündnissen aus SPD oder CDU mit Grünen und FDP scheint kein anderes Bündnis über eine Mehrheit zu verfügen.

Die Umfrage mit 1814 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten wurde vom 2. bis 4. Mai durchgeführt. Demnach kämen die Grünen weiter auf 12 Prozent, die FDP auf 11 Prozent, der SSW auf 3 Prozent, die Linke auf 4,5 Prozent und die AfD auf 6 Prozent. Für die FDP bedeutet das Ergebnis einen Anstieg um zwei Punkte. Die anderen Parteien inklusive der Piraten kämen der aktuellen Umfrage nach auf 2,5 Prozent. Laut dem Politbarometer wissen 35 Prozent der Befragten jedoch noch nicht sicher, wen oder ob überhaupt sie am kommenden Sonntag wählen sollen.

Informationen rund um die Wahl auf www.shz.de/landtagswahl.

Wenn sie sich für einen Ministerpräsidenten entscheiden könnten, würden sich 43 Prozent Torsten Albig (minus 3 im Vergleich zur Vorwoche) und 36 Prozent der Befragten Daniel Günther (plus 5) wünschen. 5 Prozent würden sich für jemand anderen entscheiden, und 16 Prozent gaben an, es nicht zu wissen.

Bei der letzten Landtagswahl 2012 hatte die CDU mit 30,8 Prozent knapp vor der SPD (30,4 Prozent) gelegen.

Doch trotz der Umfrageeinbußen hält Schleswig-Holsteins Torsten Albig an seiner Koalitionsaussage für ein Bündnis mit Grünen und SSW fest. „Wir wollen genau die Koalition fortsetzen, die wir haben“, sagte Albig am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“. Dies sei der Plan A. Über etwaige andere Bündnisse wie eine große Koalition mit der CDU von Spitzenkandidat Daniel Günther oder ein Dreierbündnis mit Grünen und FDP will er frühestens nach der Landtagswahl ab Sonntagabend um 18 Uhr diskutieren. Albig betonte: „Natürlich haben wir einen Plan B.“

Albigs Koalitionspartner Robert Habeck von den Grünen sagte im SWR: „Wenn die SPD ein bisschen schwächelt, dann müssen wir eben noch ein bisschen zulegen - und das ist auch genau der Plan.“ Es gebe keine Wechselstimmung in Schleswig-Holstein.

Angela Merkel kommt nach Eckernförde und Norderstedt, Martin Schulz weiter zuversichtlich

Zum Wahlkampf-Endspurt kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag nach Schleswig-Holstein. Zwei Tage vor der Wahl will die CDU-Bundesvorsitzende ihren Parteifreunden im Norden mit Auftritten in Eckernförde (16 Uhr) und Norderstedt (18 Uhr) den Rücken stärken. Erwartet wird, dass sich die Kanzlerin zu Verkehrsprojekten, Bildung und Flüchtlingspolitik äußert.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz zeigte sich bei seinem Wahlkampfabschluss im Norden am Donnerstag ungeachtet der auch bundesweit nachlassenden Umfragewerte zuversichtlich. „Als ich gewählt wurde, lag die SPD bei maximal 21 Prozent in den Umfragen. Jetzt liegen wir 100 Tage später bei 29, 30 Prozent. Wenn in den nächsten 100 Tagen die Entwicklung so weitergeht, bin ich zufrieden“, sagte Schulz am Donnerstag bei einer Zugfahrt von Kiel nach Lübeck.

Entscheidend für ihn sei, dass die SPD wieder an Selbstbewusstsein gewonnen habe. Die Wahl in Schleswig-Holstein an diesem Sonntag und eine Woche später in Nordrhein-Westfalen gelten nach der Saarland-Wahl auch als wichtige Bewährungsproben für Schulz.

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