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Ampel-Koalition in SH : Grüne wollen mit SPD Sondierungsgespräche führen

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Aus der Onlineredaktion

Das Bündnis hat nur noch wenig Chancen auf Erfolg, bleibt aber der Favorit der Grünen.

Kiel | Trotz sehr geringer Chancen für eine Ampel-Koalition in Schleswig-Holstein haben die Grünen das Angebot der SPD für ein Sondierungsgespräch am nächsten Montag angenommen. „Wir haben von Anfang an deutlich gemacht, dass die Ampel unser Favorit ist und auf allen Ebenen dafür gekämpft“, teilte die Partei am Mittwoch mit.

Als Koalitionsmodell gilt derzeit ein Jamaika-Bündnis von CDU, FDP und Grünen am wahrscheinlichsten. Doch gibt es zum Teil große inhaltliche Unterschiede zwischen den drei Parteien. Wo sie inhaltlich beieinander liegen und wo es Unterschiede gibt, lesen Sie hier.

Die Grünen hätten der SPD immer wieder klargemacht, dass sie für eine „Ampel“ die FDP ins Boot holen müsse, sagte Grünen-Verhandlungsführerin Monika Heinold. „Das scheint der SPD nicht gelungen zu sein.“ Deshalb gebe es angesichts der Ausschlusserklärungen der anderen Parteien derzeit nur die Optionen „Jamaika“ oder Neuwahl.

„Neuwahl wäre die schlechteste Lösung“, sagte die Finanzministerin. Die Grünen seien bereit, Regierungsverantwortung zu tragen, wenn die Inhalte stimmen. „Es ist kein Selbstgänger, dass es Jamaika gibt“, sagte Heinold unter Hinweis auf Differenzen zur CDU. Eine Chance für die „Ampel“ könne es dann noch geben, wenn die SPD der FDP ein Angebot mache, dass diese nicht ablehnen kann. „Ich würde mich freuen, wenn es der SPD gelingt, die FDP für ein Ampelbündnis einzuwerben.“

Am Montag hatten die Sozialdemokraten die Grünen und die FDP zu Sondierungsgesprächen eingeladen. Die Liberalen schlugen dieses Angebot aus. Am Nachmittag wollten sich die Grünen mit CDU und FDP zu einem Gespräch über die Bildung eines Jamaika-Bündnisses treffen.

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erstellt am 17.Mai.2017 | 14:27 Uhr

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