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Medienbericht : Björn Engholm rät Torsten Albig indirekt zum Rückzug

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Engholm könnte sich Robert Habeck als Ministerpräsidenten einer Ampel-Koalition vorstellen.

Lübeck | Schleswig-Holsteins früherer Ministerpräsident Björn Engholm hat dem aktuellen Regierungschef Torsten Albig (beide SPD) indirekt zum Rückzug geraten. „Wenn man so ein Wahlergebnis erreicht hat, weiß man, dass man nicht unbedingt der nächste Ministerpräsident sein kann“, sagte Engholm der „Welt am Sonntag“.

Albig sei zwar nicht allein für die Wahlniederlage verantwortlich. „Das schließt allerdings nicht aus, dass der Hauptverantwortliche persönliche Konsequenzen ziehen muss. Albig ist kein Wahlkämpfer. Albig ist jemand, der durchs Land fahren und regieren kann, der solide, fast hanseatisch auftritt. Im Wahlkampf ist er mir zu blass gewesen“, sagte Engholm.

Er kritisierte auch das „Bunte“-Interview, in dem Albig über die Gründe der Trennung von seiner Ehefrau gesprochen hatte. „Ich denke, dass es den einen oder anderen schon verstört hat. Denn spätestens seit einem ähnlichen Fall mit Rudolf Scharping wissen wir doch alle, dass solche Geschichten nicht gehen.“

Für den CDU-Spitzenkandidaten Daniel Günther fand Engholm hingegen lobende Worte: „Daniel Günther ist als unverbrauchter und angriffslustiger Herausforderer aufgetreten, der nicht mit Bösartigkeiten gearbeitet hat. Das hat Eindruck auf die Wähler gemacht.“ In den Sondierungsgesprächen wäre aus Engholms Sicht eine „denkbare und nicht unangenehme Variante“, wenn sich eine Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen darauf einigen würde, dass eine der kleineren Parteien den Ministerpräsidenten stellt. „Robert Habeck ist eine Option. Ich schätze ihn sehr, weil er über den politischen Verstand hinaus kulturell engagiert ist“, sagte Engholm. „Ich glaube aber, dass die Sozialdemokraten das nicht ertragen könnten. Und die FDP auch nicht.“

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erstellt am 13.Mai.2017 | 14:42 Uhr

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