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Lebensgefährtin von Torsten Albig : Bärbel Boy über das „Bunte“-Interview: „Es war nicht meine Idee“

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Torsten Albig stolperte über ein Interview im Klatsch-Magazin. Hätte seine Lebensgefährtin das verhindern können?

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2017 | 10:59 Uhr

Kiel | Noch-Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) ist seit der Landtagswahl von der politischen Bühne verschwunden. Dafür meldet sich nun seine Lebensgefährtin Bärbel Boy zu Wort. In einem Interview mit der „Zeit“ äußerte die Kieler Werbestrategin zu dem umstrittenen „Bunte“-Interviews Albigs.

In dem Interview sprach Albig im April - also kurz vor der Landtagswahl - unter anderem über sein Ehe-Aus und erklärte, er und seine Frau hätten sich kaum noch auf Augenhöhe ausgetauscht. Sie sei in der Rolle als Mutter und Managerin des Haushalts gefangen gewesen, während Albig ständig unterwegs war. Für diese Aussage wurde der SPD-Politiker heftig kritisiert. Viele glauben, dass Albig auch wegen des Interviews die Landtagswahl verloren hat.

Noch immer steht die Frage im Raum, wieso Albig, seine Berater und auch seine Lebensgefährtin das „Bunte“-Interview so veröffentlichen ließen. Interviews werden in der Regel den Befragten vor Abdruck zur Autorisierung vorgelegt. Doch Boy änderte an der umstrittenen Passage nichts. Sie änderte nur Nebensächlichkeiten. In der aktuellen Ausgabe der „Zeit“ erklärt sie: „Da stand, ich sei PR-Beraterin.“ Stattdessen habe sie „Strategieberaterin“ genannt werden wollen.

Gerüchten, wie dem, sie habe das Interview eingefädelt, um sich in den Vordergrund zu spielen, tritt die Unternehmerin entgegen: „Es war nicht meine Idee. Die ,Bunte' ist mit einer Anfrage auf den Regierungssprecher zugekommen.“ Sie selbst lese gar keine Boulevard-Blätter. Sie habe den Experten vertraut - also dem Regierungssprecher und Albig selbst.

Die umstrittene Passage will Boy nie gesehen haben. Sie habe nur ihre eigenen Zitate angesehen. Boy weist allerdings wie Albig darauf hin, dass er die umstrittene Passage mit seiner Ehefrau abgestimmt habe. Boy: „In das Bild, das beide von sich preisgeben, habe ich mich nicht einzumischen.“

Stattdessen gehen Albig und Boy weiter ihren eigenen Weg: Sie kann sich mit ihrer Agentur „boy“ nun wieder ohne Berührungsängste im Markt bewegen, ohne dass gemunkelt wird, sie habe Aufträge wegen ihres Lebensgefährten bekommen. Torsten Albig kümmert sich unterdessen um die Familie. „Torsten hat den Jungs gerade schon Abendessen gemacht“, zitiert die „Zeit“ Boy nach einem langen Arbeitstag.

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