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Kommentar zur Landtagswahl in SH : Albigs Desaster: Seine Selbstzufriedenheit und ein „Bunte“-Interview

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Peter Höver ordnet das Wahlergebnis ein: „Der eigentliche Verlierer ist Ministerpräsident Torsten Albig.“

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2017 | 22:04 Uhr

Die Küstenkoalition ist krachend abgewählt worden. So geräuschlos wie SPD, Grüne und SSW in den vergangenen fünf Jahren regiert haben – und dank gut gefüllter Landesklasse auch regieren konnten – so dramatisch ist die Niederlage für die SPD. Nicht einmal 27 Prozent. Das ist weit weg vom selbst gesteckten Ziel. Was immer die Nachwahl-Analysen ergeben: Der eigentliche Verlierer ist Ministerpräsident Torsten Albig. Seine übersteigerte Selbstgewissheit, die larmoyante Selbstzufriedenheit eines Amtsinhabers, der ohne politisches Zukunftsprojekt ins Rennen ging – das kam nicht gut an bei den Menschen im Norden. Den Rest hat sich Albig mit dem Interview in der „Bunten“ und seinen unsäglichen Einblicken in sein Frauenbild gegeben.

Die Union und Wahlsieger Daniel Günther steuern auf eine spannende Regierungsbildung zu. Vieles spricht für ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP. Eine „Ampel“ mit Wahlverlierer Albig wird nicht einmal Wolfgang Kubicki seiner Partei vermitteln können. Für die Grünen geht es darum, die Chance zur politischen Mitgestaltung zu erhalten. Wer zudem Robert Habeck im Wahlkampf plakatiert, der wird dokumentieren müssen, dass Habeck – auch wenn er kein Landtagsmandat hat – weiter eine landespolitische Rolle spielt.

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