Husum : Landesweiter Schafmarkt: 700 Tiere suchen neue Schäfer

Bis Sonnabend werden in den Messehallen rund 700 Schafe prämiert und anschließend versteigert.
Bis Sonnabend werden in den Messehallen rund 700 Schafe prämiert und anschließend versteigert.

Größte deutsche Schafbockauktion: Bundesweit kommen Züchter nach Husum, um Zuchtböcke und -schafe zu ersteigern.

shz.de von
22. August 2018, 13:48 Uhr

Husum | Es blökt an allen Ecken und Enden, und in der Luft hängt der Geruch von Schafen: In Husum hat am Mittwoch der landesweite Schafmarkt seine Pforten geöffnet. Bis Sonnabend werden in den Messehallen rund 700 Schafe prämiert und anschließend versteigert. Neben Fleisch-Schafen und -Böcken der Rasse Texel stehen unter anderem Landschafrassen zum Verkauf.

Die Schafbockauktion in Husum gibt es seit mehr als 60 Jahren. Sie gilt bundesweit als einer der größten Viehmärkte seiner Art und lockt zahlreiche Züchter aus ganz Deutschland an die Nordsee. „Der Husumer Bockmarkt ist eine traditionelle Schafauktion, bei der noch ,op platt' geboten wird und der Auktionator mit vollem Herzen die Böcke anpreist“, sagte Janine Bruser vom Schafzüchterverband.

Doch zuerst werden „Mister“ Texel, Suffolk, Schwarzkopf, Weißkopf oder Blaukopf prämiert. Bei den Auktionen werden Böcke und Schafe der Rassen Suffolk, Blaukopf und Swifter versteigert. Für die Texel, die größte Rasse in Schleswig-Holstein, sind Donnerstag und Freitag vorgesehen. Am Sonnabend beenden die Rassen Schwarzkopf, Weißkopf, Zwartbles sowie Charollais und Tiere der Landschafrassen Coburger Fuchsschaf, Ouessant und Bentheimer Landschaf die Auktionen.

Das Schaf zählt zu den ältesten Haustieren der Menschen. Schon in der Jungsteinzeit diente das sogenannte Torfschaf als Fleisch- und Milchlieferant. In Deutschland waren die Tiere als Wolllieferanten bis Mitte des 18. Jahrhunderts mit insgesamt rund 30 Millionen Schafen einer der wichtigsten Tierhaltungszweige.

Der Verfall der Wollpreise sowie das Angebot von billig im Ausland produziertem Lammfleisch ließ den Schafbestand bis heute um mehr als 90 Prozent zurückgehen. Schleswig-Holstein gilt nach Angaben des Landesverbandes mit seinen derzeit rund 195 000 Schafen als drittgrößtes Schafland in Deutschland nach Bayern und Baden Württemberg.

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