Hütten und Bauwagen : Landesregierung erleichtert Waldkindergärten ihre Planung

Die Waldkindergarten-Truppe und Bürgermeister Jürgen Meyer vor dem Bauwagen.
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Eine Waldkindergarten-Truppe in Schwabstedt vor ihrem Bauwagen mit Bürgermeister Jürgen Meyer. /Archiv

Künftig könnten Waldkindergärten einfacher eine Hütte oder einen Bauwagen aufstellen.

shz.de von
30. Januar 2018, 14:37 Uhr

Kiel | Mit einer Änderung des Waldgesetzes will die Landesregierung in Kiel den Betrieb von Waldkindergärten erleichtern. Nach der Anhörung betroffener Verbände stimmte die Regierung am Dienstag einem entsprechenden Gesetzentwurf des Landeswirtschafts- und Umweltministeriums zu.

Dadurch, dass Unterstände für Waldkindergärten nach dem Baurecht als bauliche Anlagen eingestuft werden, war es zu Konflikten mit dem Bauplanungsrecht gekommen. Ohne Änderung der Rechtslage hätten alle Gemeinden mit entsprechenden Anlagen von Waldkindergärten ihr Bauplanungsrecht ändern müssen, wenn diese erhalten bleiben sollen. Dies hätte sie viel Geld und einen großen Verwaltungsaufwand gekostet. Nachdem einigen Waldkitas die Erlaubnis entzogen worden war, einen Bauwagen als Schutz aufzustellen, hatte der Landtag im Februar vehement über das Problem diskutiert.

„Wir wollen Kitas in freier Natur“, sagte Staatssekretärin Anke Erdmann. „Mit der neuen Passage im Landeswaldgesetz heben wir das noch einmal hervor und geben so mehr Sicherheit für unsere Waldkitas.“

Viele Waldkindergärten nutzen Hütten oder Bauwagen im Wald zum kurzfristigen Aufenthalt der Kinder und Betreuer, aber auch zur Lagerung von Material. Mit der geplanten Gesetzesänderung sollen nun dem Ministerium zufolge die Hütten und Bauwagen als Teil des Waldes anerkannt werden. Damit werde klargestellt, dass Waldkindergärten mit bestehenden Flächennutzungsplänen vereinbar sind. So könnten eine Änderung oder Ergänzung der bestehenden Bauleitplanung in der Regel entfallen.

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