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14. September 2014 : Tag des offenen Denkmals: Mehr als 180 Aktionen in SH

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Der Tag des offenen Denkmals soll auch Türen öffnen, die sonst verschlossen sind. Hamburg ist zum ersten Mal Gastgeber der Eröffnungsveranstaltung.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2014 | 15:56 Uhr

Hamburg/Kiel | Zum Tag des offenen Denkmals wollen in diesem Jahr rund 2500 Städte und Gemeinden deutschlandweit die Türen zu historischen Gebäuden und Orten öffnen. Am 14. September können Besucher so mehr als 7500 Bauwerke besichtigen, wie die Veranstalter am Freitag in Hamburg mitteilten. Die Hansestadt ist zum ersten Mal Schauplatz der zentralen Eröffnungsveranstaltung. Den Tag des offenen Denkmals gibt es seit 1993 in ganz Deutschland. Grundgedanke ist es nach den Worten der Veranstalter, sonst nicht oder nur teilweise zugängliche Objekte der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mehr als vier Millionen Besucher nutzten diese Möglichkeit jährlich.Das Motto in diesem Jahr lautet „Farbe“.

In Schleswig-Holstein werden mehr als 180 Denkmale öffnen - zum Beispiiel die Osterhusumer Schule in Husum, das Logenhaus der Freimaurer in Flensburg und der historische Raddampfer Kaiser Wilhelm in Lauenburg. Eine Karte mit Öffnungszeiten und Aktionen gibt auf der Webseite des Tags des offenen Denkmals.

„Farbe ist eines der prägenden Gestaltungsmerkmale unserer Umgebung, unserer Architektur - und das schon seit Jahrtausenden“, sagte Wolfgang Illert, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Sehgewohnheiten änderten sich, betonte er und beklagte: Es gebe Gesetze gegen Lärm oder Abgase, nicht aber gegen „ästhetische Umweltverschmutzung“. „Alles, was die Nase wahrnimmt, wird geschützt, was das Ohr wahrnimmt, wird geschützt, was das Auge wahrnimmt, nicht.“ Da sei man tagtäglich Dingen ausgesetzt, die bisweilen „schmerzhaft“ seien.

Geboren wurde die Idee zum Tag des offenen Denkmals in Frankreich, wo die Aktion 1984 erstmals über die Bühne ging. 1991 rief der Europarat dazu auf. Alle Länder Europas machen in diesem Jahr mit, berichtete Illert. „Auch Länder, die im Moment mehr verfeindet sind als befreundet.“ Es sei ein schönes Zeichen, dass sich Europa trotz aller politischer und wirtschaftlicher Differenzen an diesem Tag gemeinsam seines kulturellen Erbes bewusstwerde - „von Portugal bis Russland, von Irland bis in die Türkei hinein“.

In Hamburg werden mehr als 120 Gebäude und Orten zu besichtigen sein. „Natürlich sind die Klassiker dabei“, wie Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) berichtete, „aber rund 30 Objekte nehmen zum ersten Mal teil.“ Von A wie Alsterpalais in Alsterdorf bis W wie Windmühle Johanna in Wilhelmsburg reicht die Liste. Auf dem Programm stehen Konzerte, Lesungen, Filmvorführungen und Themenrundgänge, etwa „Die Farben des Backsteins in Hamburg“ oder ein „Stadtteilspaziergang in ROT und GRÜN“ in Dulsberg.

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