Albrecht Mayer kommt : Sylt präsentiert Klassik-Festival der Extra-Klasse

Kommt im April nach Sylt: Albrecht Mayer  Foto: Universal
Kommt im April nach Sylt: Albrecht Mayer Foto: Universal

Mit Albrecht Mayer konnte der neue künstlerische Leiter des Sylt Art Festivals einen Musiker verpflichten, dessen Konzerte zu den Garanten für ausverkaufte Säle zählen.

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19. März 2011, 08:36 Uhr

Keitum/Sylt | Die Idee hatte Claas-Erik Johannsen schon lange. Die Idee, "hochkarätige Künstler zu einem besonderen Festival nach Sylt einzuladen". Der gebürtige Keitumer engagiert sich seit Jahren für die Kultur auf der Insel, ist Mitglied im Sylter Heimat- und Kulturverein, der Sölring Foriining, und Motor einer Initiative von vier Privat-Hoteliers, die ihren (anspruchsvollen) Gästen ein entsprechend anspruchsvolles Kulturprogramm bieten möchten. Aus dieser Überlegung entstand vor vier Jahren das "Sylt Art Festival". Mit dem Musiker Thomas Fey verpflichtete man einen erfahrenen Impresario, der große Namen wie Martin Stadtfeld, Sol Gabetta oder Fazil Say auf die Insel holte.

So bekannt diese Stars der klassischen Musik ihren Fans auch sein mögen, wie jubelnd die Kritiken ihrer Konzerte auch ausfielen, auf Sylt konnten sie größere Säle nicht füllen, war die wirtschaftliche Bilanz eher unerquicklich. Man überlegte, das ambitionierte Festival sterben zu lassen. Doch nach kurzer Bedenkzeit entschlossen sich Johannsen und seine Mitstreiter, das Festival Konzept zu überarbeiten. Heraus gekommen ist dabei ein sehr konzentriertes und exklusives Programm, mit dem das Sylter Kulturangebot Klassik- Glanz bekommt.
Festival findet vom 3. bis 8. April statt
Mit Albrecht Mayer konnte der neue künstlerische Leiter des Sylt Art Festivals, Stefan Pavlik, einen Musiker verpflichten, dessen Konzerte international zu den Garanten für ausverkaufte Säle zählen. Auf Sylt wird er am 8. April in der nur knapp 100 Plätze bietenden St. Martin Kirche in Morsum Werke von Johann Sebastian Bach auf seiner Oboe spielen und sich dabei am Cembalo von Vital Julian Frey begleiten lassen. Es ist das letzte der drei Konzerte des kleinen, feinen und doch sehr einladenden Sylt Festivals.

Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre sehen Johannsen und Pavlik in dieser fast privat wirkenden Konzertreihe die Chance und den besonderen Charme ihrer Veranstaltungen. Schon das Auftaktkonzert am 4. April mit der jungen Pianistin Olga Scheps (Echo-Klassik-Preisträgerin 2010) in der Kampener Galerie Sprotte legt den Grundton zwischen Künstler und Kunstgenießer. Es ist ein verbindlicher Ton, einer, der den unmittelbaren Kontakt zu den Musikern und ihrem Spiel ermöglicht. Steigern lässt sich dieser Kontakt zu den Solisten durch abendliche Treffs vor oder nach den Konzerten, die die veranstaltenden Privat-Hotels in ihren Häusern ermöglichen. Sie sind es, die ohne öffentliche Förderung das Sylt Art Festival mit seinem Etat von rund 35.000 Euro finanzieren. Ein Glücksfall für die Insel, der viele nicht zutrauen, dass dort Gastronomen agieren, die mehr im Blick haben als den maximalen Profit.

Das Sylt Art Festival findet mit einem rein von klassischer Musik bestimmten Programm vom 3. bis 8. April statt. Am 12. April tritt auch als Veranstaltung des Festivals Herman van Veen im Alten Kursaal in Westerland auf. Ab dem 3. April sind im Rahmen des Festivals Kunstausstellungen mit Stefan Szczesny, Dorothea Hilti und Corinna Altenhof geplant. Gesamtprogramm und Tickets unter: www.syltartfestival.de, Tel.: 04651/93830
(shz)

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