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Buchtipp: "In Todesangst" : Subtiler Thriller mit furiosem Finale

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Die 17-jährige Sydney kommt von ihrem Job im Hotel nicht nach Hause. Ihr Vater fährt los, um sie abzuholen. Doch die Angestellten haben noch nie von dem Mädchen gehört.

Eigentlich wollte Tim einen schönen Sommer mit seiner Teenagertochter verbringen. Seit der Trennung von seiner Frau lebt Sydney bei ihrer Mutter am anderen Ende der Stadt. Doch für einen Sommerjob in einem Hotel zieht die 17-Jährige vorübergehend zu Tim - und verschwindet nach wenigen Wochen spurlos. Voller Sorge macht Tim sich auf die Suche nach seiner Tochter. Als sein eigenes Haus verwüstet wird, ahnt er, dass er selbst in Lebensgefahr schwebt. Dann verschwindet auch noch Sydneys beste Freundin, und eine Frau wird vor Tims Haustür ermordet. In panischer Angst sucht er weiter, und nach und nach wird ihm klar, dass er seine Tochter viel weniger gut kannte, als er dachte.
Linwood Barclays neues Werk kommt zunächst ein wenig schleppend daher, nimmt dann aber gewaltig an Fahrt auf. Fragt man sich im Verlauf der ersten 80 bis 100 Seiten gelegenheitlich, wo der Autor den Nervenkitzel versteckt hat, befindet man sich ab diesem Zeitpunkt urplötzlich in einem wahren Strudel aus Spannung, der sich erst am Ende des 416 Seiten starken Werkes in einem furiosen Finale wieder legen wird.
Barclay überzeugt, ähnlich wie in seinen früheren Thrillern "Ohne ein Wort" und "Dem Tode nah", mit einem geschickt konstruierten Spannungsbogen und vielen Überraschungsmomenten. Fast ungeduldig hangelt sich der Leser von Kapitel zu Kapitel, weil der Autor ihm auch in diesem Werk keine Atempause lässt. Wer sich an Barlays aktuelles Buch wagt, sollte daher ein wenig Zeit mitbringen - und wichtige Termine nicht unbedingt auf den nächsten Morgen legen.
Verlag: List Hardcover
ISBN-10: 3471350179
ISBN-13: 978-3471350171

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erstellt am 15.Dez.2009 | 07:45 Uhr

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