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The Ricky Kings : Songs für den feucht fröhlichen Abend

vom

Vier Hamburger Teilzeitmusiker toben sich in einer schrägen Art von Blues aus und haben dabei ihren Spaß. Gilt das auch für die Hörer?

shz.de von
erstellt am 22.Jul.2011 | 05:56 Uhr

Den Namen dieses berühmt-berüchtigten deutschen Schlagersängers und Gitarristen zu klauen - 1:0 für die Ricky Kings. Die Musik der vier Hamburger hat jedenfalls nicht die Bohne mit dessen Weichspülsongs zu tun. Was die enthusiastischen Teilzeitmusiker - laut Beipackzettel ein Koch, ein Erfinder, ein Swing-Tänzer und ein leiser Sprecher (?) - abends bei ein paar Dosenbieren im Proberaum zusammen basteln, lässt sich eher als eine etwas andere Art von Blues mit latentem Swing-Charakter und Punk-Attitüde zusammenfassen.
"Holy Fish Rain" heißt die neue Scheibe - Schlagzeug, Bass, Klavier, E-Gitarre und eine Stimme, die mutig den Spagat zwischen Sid Vicious und Louis Armstrong versucht. Die Songs sind kompositorisch eher unspektakulär und doch sperrig-interessant, die Texte finden sich zwischen Dada und abstraktem Gedankengut.
Manchmal rockt das ganze Paket in einer sympathischen, anarchistischen Art ganz gut los, und live sind die Ricky Kings bestimmt eine unterhaltsame Nummer für den feuchtfröhlichen Abend.
Aber bei allem Wohlwollen, die Scheibe ist dann doch wohl eher etwas für den kleineren Kreis aus Fans und speziell Interessierten als für irgendeine Szene oder gar den größeren Markt.
The Ricky Kings - "Holy Fish Rain" (Dian Recordings)
5bUBuwHbEj8

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