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Schleswig-Holstein Musik Festival 2014 : SHMF: So viele Besucher wie noch nie

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Das Schleswig-Holstein Musik Festival geht zu Ende. Es war ein großer Erfolg – nicht nur wirtschaftlich.

Lübeck | Mit einem historischen Besucherrekord geht am Wochenende das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) zu Ende. „Rund 153.000 Karten wurden verkauft, die Platzauslastung betrug 83 Prozent“, zog Intendant Christian Kuhnt am Freitag in Lübeck eine wirtschaftlich und künstlerisch durchweg positive Bilanz seiner ersten Festivalsaison. Noch nie hatte das Festival seit seiner Gründung 1986 so viele Besucher wie diesmal. Es ist laut Kuhnt auch bundesweit das Klassikfestival mit der größten Publikumsresonanz.

Als klanggewaltiges Finale führen am Sonntag 450 Sänger und Instrumentalisten das Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn in Kiel auf. Neben hochkarätigen Solisten singen auch zwei Chöre - 100 Sänger des CBSO Chorus aus Birmingham und ein eigens aus Laien zusammengestellter Festivalchor mit 170 Sängern. Thomas Hengelbrock leitet die Aufführung, an der auch das NDR Sinfonieorchester und das NDR Jugendsinfonieorchester mitwirken. Von den 5000 Tickets waren bereits im Vorverkauf mehr als 4000 verkauft.

In diesem Sommer umfasste das im Vergleich zum Vorjahr erheblich ausgeweitete Programm 164 Konzerte, zusätzlich fünf „Musikfeste auf dem Lande“ und zwei Kindermusikfeste. Genutzt wurden 84 Spielstätten an 59 Orten in Schleswig-Holstein, Hamburg, im Süden Dänemarks und im Norden von Niedersachsen.

Die zentrale Festivalidee, mit qualitativ hochwertiger Musik zu den Menschen auch jenseits der Metropolen zu kommen, Hemmschwellen abzubauen und neue Publikumsschichten zu gewinnen, habe wunderbar funktioniert, sagte Kuhnt. Seine drei wichtigsten Neuerungen - ein Künstlerporträt, eine Komponisten-Retrospektive als roter Programm-Faden und eine musikalische Öffnung bis hin zu Elton John - hätten sich „mehr als bewährt“. Als neuer Akzent seien auch bewusst schleswig-holsteinische Künstler engagiert worden.

Als Künstlerporträt präsentierte das SHMF die argentinische Cellistin Sol Gabetta. Sie konzipierte 17 nahezu ausverkaufte Konzerte. „Künstlerisch war es für mich sehr reizvoll, alle Projekte ganz frei selbst zu entwickeln und musikalische Freunde dazu einzuladen. So hatte ich die Möglichkeit, viele ganz unterschiedliche Facetten meines Könnens zu präsentieren - von Barockmusik bis hin zu moderner Musik“, sagte sie.

Während in der Vergangenheit das Festival jeweils einen wechselnden Länderschwerpunkt hatte, widmete Kuhnt das Festival erstmals einem Komponisten. Rund 70 Prozent des Programms hatten direkt oder indirekt mit Felix Mendelssohn und dessen Werk zu tun. Auch dies sei voll angenommen worden, sagte Kuhnt.

Popstar Elton John gab ein Konzert im Rahmen der neuen Reihe „Luustern“, die Stars abseits der Klassik präsentierte. 6500 Fans kamen - Bestwert bei einem der Festivalkonzerte. Mit „Luustern“ sei es gelungen, ein neues Publikum für uns zu gewinnen, sagte Kuhnt.

Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW) zeigte sich „sehr erfreut“ über die Festivalbilanz. „Wie die zahlreichen Gäste habe auch ich mich selbst wieder von der enormen Qualität und Bandbreite der Konzerte und Vorstellungen überzeugen können.“ Der große Erfolg spreche für die Neuausrichtung des Festivals, die der neue Intendant eingeleitet habe. „Das Schleswig-Holstein Musik Festival festigt damit sein herausragendes Renommee und seinen guten Ruf als ein großartiges Aushängeschild für unser Land“.

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erstellt am 29.Aug.2014 | 14:48 Uhr

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