"Hundert Tage" : Schriftsteller Bärfuss erhält Hans-Fallada-Preis 2010

Lukas Bärfuss.
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Lukas Bärfuss.

Der Dramatiker und Schriftsteller Lukas Bärfuss erhält den Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster 2010.

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12. November 2009, 12:25 Uhr

Der Schweizer wird damit für seinen zuletzt erschienenen Roman "Hundert Tage" gewürdigt, teilte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch in Neumünster mit. Die Entscheidung der Jury sei bereits am Montagabend gefallen. Mit "Hundert Tage" gelinge Bärfuss ein "längst überfälliger literarischer Perspektivenwechsel, bei dem sich der europäische Blick auf Afrika seines obsoleten Exotismus und vor allem seiner Romantizismen" entledige, hieß es in der Begründung.

Bärfuss wurde 1971 im schweizerischen Thun geboren. Nach Tätigkeiten als Tabakbauer, Gabelstaplerfahrer, Eisenleger und Gärtner absolvierte er in Bern eine Buchhändlerlehre, die er 1997 abschloss. Seither arbeitet er als freier Schriftsteller und überwiegend als Dramatiker. In den vergangenen Jahren wurde er vor allem in Deutschland mit seinen Stücken "Die sexuellen Neurosen unserer Eltern" (2003) oder "Die Probe" (2007) auf renommierten Bühnen unter einem lebhaften Echo in den Feuilletons gespielt. Als Erzähler trat Bärfuss vor "Hundert Tage" mit der Novelle "Die toten Männer" (2002) hervor.

Die feierliche Verleihung des Hans-Fallada-Preises findet voraussichtlich Ende März 2010 in Neumünster statt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

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