Verregneter Sommer : Schlechtes Wetter ist gut für die Museen

Es ist wie in fast jedem Jahr: Ziehen in der Urlaubszeit dunkle Wolken auf, freuen sich die Museumsmacher.

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05. August 2011, 08:02 Uhr

kiel | An Max Liebermann und seinen Gegnern wird der Unterschied deutlich. Das Publikumsinteresse an der großen Sonderausstellung schwankt mit dem Wetter. "Bis zu 700 Besucher täglich, wenn es regnet. Manchmal nur knapp über hundert, wenn Strandwetter ist", sagt Michael Nissen von Schloss Gottorf. Es ist wie in fast jedem Jahr: Ziehen in der Urlaubszeit dunkle Wolken auf, freuen sich die Museumsmacher.
Es ist ohnehin ein gutes Jahr für die Museen, wie das Sparkassen-Tourismusbarometer zeigt. Schon außerhalb der Urlaubszeit, von Januar bis April dieses Jahres, haben sich die Besucherzahlen in Schleswig-Holsteins Museen um 5,2 Prozent erhöht. Der verregnete Sommer trägt sein übriges bei. "Die attraktiven Ausstellungen in unseren Museen sind für die Sommer-Urlauber gerade bei schlechterem Wetter von großer Bedeutung", sagt Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen. In den elf von ihm verwalteten Museen stieg die Besucherzahl im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 3000 (Juli 2011: 30 574 Besucher) - ein Plus von elf Prozent.
Auch auf Föhr im "Museum Kunst der Westküste" freut man sich über mehr Zulauf: "An Regentagen haben wir bis zu 30 Prozent Besucher mehr", sagt Pressesprecher Lucas Haberkorn. Und auch Brigitte Gerisch von der Gerisch-Stiftung in Neumünster bestätigt die Tendenz, dass bei Regenwetter mehr Besucher kommen. ",Ist ja Museumswetter sagen uns die Leute". Vor allem Gäste aus Hamburg würden die Villa Wachholtz ansteuern.
(shz)

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