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Musical in Kiel : Romeo & Julia: Albig als Friedensfürst

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Die Musik stammt von Rosenstolz: Die Uraufführung von Shakespeares „Romeo & Julia“ als Musical in Kiel geriet zum vollen Erfolg. Ministerpräsident Albig war nicht nur Zuschauer.

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2014 | 09:51 Uhr

Kiel | Die Uraufführung von Shakespeares „Romeo & Julia“ als Musical in Kiel ist mit viel Applaus aufgenommen worden. Dabei feierten die 560 Zuschauer des Open-Air-Events am Samstagabend direkt an der Förde nicht nur Inszenierung und Darsteller, sondern auch die Musik von Rosenstolz. Das Erfolgsteam schrieb die 15 anrührenden und mitreißenden Disco-Pop-Songs für die wohl bekannteste Liebestragödie der Welt. Die Schauspieler sangen selbst - live begleitet von Musikern des Kieler Theaters. Maxine Kazis (24) als Julia und ihr Romeo Johannes Merz (30) entzückten dabei das Publikum auch mit ihrem frisch-frechen Spiel immer wieder.

Zu den Premierengästen gehörte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). Er spielt in eingeblendeten Video-Clips den Friedensfürst Escalus.

Das Musical wurde zeitgleich an drei Orten in der Landeshauptstadt im Freien live übertragen. Dort genossen tausende Zuschauer das Spektakel um tragische erste Liebe und Tod. Die unsommerlich-kühlen Abendtemperaturen und frische Brisen verlangten dabei allen etwas ab. Die Schauspieler, allen voran die oft barfüßige Julia, ließen sich aber nicht in ihrer Spielfreude bremsen. Regen blieb glücklicherweise aus.

Im Mittelpunkt der Inszenierung von Regisseur und Generalintendant Daniel Karasek steht die erste große Liebe zweier Jugendlicher - mit all ihrer Naivität, unverdorbener Lebensfreude, ihren Sehnsüchten, der ersten suchenden Sexualität. Karasek und seine Dramaturgin Kerstin Daiber übertrugen Shakespeares Verse in eine heutige Sprache.

Kongenial zum Bühnengeschehen die Musik von Rosenstolz: Sanft, sehnsüchtig und anrührend in den Liebesszenen. In den Action- und Tanzszenen rockte es dafür mit tiefen Beats und Disco-Sound umso mehr.

Das Erfolgsteam Rosenstolz schrieb auch die Texte. Thema bei allem: Liebe und Sexualität in all ihren Spielarten - von verschroben-verklemmt bis unverschämt draufgängerisch. Das puristische, aber umso effektvoller wirkende Bühnenbild - eine weiße Treppe - ist auch der Location am Kieler Seefischmarkt unmittelbar an der Förde geschuldet. Mehr Platz als für ihre sich schräg nach oben aufbauenden 14 Stufen gab es an dieser Stelle nicht. Auf der anderen Seite des schmalen ebenerdigen Bühnengrabens ragen spiegelbildlich die Zuschauersitze in die Höhe.

Für die Produktion des Schauspielhauses und des Theaters im Werftpark Kiel sind bereits alle rund 9000 Karten ausverkauft. Bis zum 1. September stehen insgesamt 17 Vorstellungen auf dem Spielplan. Ob es weitere Zusatztermine oder gar eine Tournee des sommerlichen Kultur-Events geben wird, ist noch offen.

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