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Rainald Grebes Herz für die Provinz

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erstellt am 22.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kiel | Seine Bonmots, Lieder und Geschichten mäandern stets irgendwo zwischen gaga und geistreich. Den Wächtern der Kleinkunst und des Kabaretts waren sie schon nationale Preise wert. Rainald Grebe kehrt mit seinem Solo-Konzert nach Norddeutschland zurück, nach Kiel, Hamburg und Satrup (ausverkauft). Grebe hat ein Herz für die Provinz, für Landstriche, für Milieus. Der gebürtige Rheinländer und geborene Allein-Unterhalter widmet sich in seinen Liedern seiner Heimat Frechen, Sachsen-Anhalt, dem Prenzlauer Berg, wo alle auf schwedische Familienkutschen und Litschi stehen und gleich individuell aussehen.

Er versteckt in seinen Stücken soziologische Studien und ganz offen hörbar großartige Melodien. Die bettet Grebe gern in hämmernde Rhythmen am Klavier oder ruhige Balladen mit Überraschungsmomenten, singt mit haltbarer, schwingender Stimme von Familiengeschichte, auch seiner eigenen.

Rolle und Rainald verschwimmen vor dem Gehör des Zuhörers; der Künstler allein weiß, wer wer ist. Einwandfrei ernst scheint es Grebe mit seinem Projekt "Gesangbuch für die Gegenwart" zu meinen, das er als Theaterstück "Volksmusik" derzeit im Thalia Theater in Hamburg aufführt. Grebe, seine Kapelle der Versöhnung und ein "Bürger-Chor" suchen der Deutschen Liedgut. Noch eine Gelegenheit, Grebe auf den Grund zu gehen (9. Juni).

"Das Rainald Grebe Konzert": 23. Mai, Kieler Schloss; 24. Mai: Landgasthof Satrup Krog in Satrup (ausverkauft), beide 20 Uhr; 9. Juni, Thalia Theater.

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