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Karl-May-Spiele in Bad Segeberg : Proben für „Der Schatz im Silbersee“ im Video

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Zum Jubiläum setzen die Wild-West-Macher vom Kalkberg auf neue Gaststars und einen Klassiker. Winnetou-Darsteller Jan Sosniok ist zum vierten Mal dabei - er scheint den Veranstaltern Glück zu bringen.

Bad Segeberg | Till Demtrøder nimmt es als Old Shatterhand gleich mit mehreren Kriegern auf, Susan Sideropoulos legt gekonnt einen Square Dance hin, Oliver Stritzel mimt den Bösewicht und Jan Sosniok sitzt als Winnetou wieder fest im Sattel: Bei den Karl-May-Spielen von Bad Segeberg haben die neuen Gaststars rund um Sosniok, der zum vierten Mal dabei ist, am Freitag erste Szenen aus der neuen Show gezeigt.

Gut eine Woche vor der Premiere des Klassikers „Der Schatz im Silbersee“ am 25. Juni gab es schon jede Menge Pulverdampf und Pyrotechnik im Wilden Westen am Kalkberg. Nur der Adler spielte noch nicht ganz mit und landete statt bei dem am Marterpfahl angebundenen Winnetou ein paar Meter weit entfernt. „Als Regisseur hat man ja vieles im Griff“, meinte Regisseur Norbert Schultze jr., „aber die Tiere nicht“. Bislang habe es immer geklappt.

Zum 16. Mal seit 1996 führt der 73-Jährige Regie bei dem Wild-West-Spektakel in dem Freilichttheater, das diesmal in seine 65. Saison geht. Mit mehr als 80 Mitwirkenden und 25 Pferden wird bis zum 4. September in 72 Vorstellungen die Geschichte um den Schatz im Silbersee erzählt. Den „wohl berühmtesten Karl-May-Klassiker“, nannte Geschäftsführerin Ute Thienel das Abenteuer. Rund 4,5 Millionen Euro kostet die neue Produktion. Etwa 200.000 Euro seien in das Bühnenbild gesteckt worden, rund eine halbe Million ins Freilichttheater und in technische Anlagen, erzählte sie.

„Die Proben laufen auf Hochtouren“, berichtete Thienel. „Die Vorfreude unserer Gäste ist groß, das können wir am Vorverkauf ablesen“, sagte sie und erinnerte daran, dass die vergangenen drei Jahre „die erfolgreichsten in der Geschichte der Karl-May-Spiele“ waren. Im Sommer 2015 hatte es einen Besucherrekord gegeben: 346.677 Zuschauer kamen zu den Vorstellungen. Ebenfalls in den vergangenen drei Spielzeiten ritt jeweils Sosniok (48) als Winnetou durch die Arena. Neu an seiner Seite sind Demtrøder (49) als Blutsbruder, Sideropoulos (35) als Ingenieurin Patterson und Stritzel (59) als Cornel Brinkley. Als Lord Castlepool ist Peter Nottmeier (57/„Switch“, „Switch Reloaded“) mit von der Partie.

In der Geschichte vom „Schatz im Silbersee“ kämpfen Winnetou und Shatterhand gegen eine Gangsterbande rund um Cornel Brinkley, die einen sagenumwobenen Schatz finden will. Die junge Ingenieurin Patterson zieht sich nicht nur wegen der geplanten Silbermine den Zorn der Utahs zu, sondern verliebt sich auch in einen Indianer. Zum neuen Bühnenbild gehören die Westernstadt Sheridan, eine mächtige Holzkonstruktion für den Bau einer Eisenbahntrasse und der in den Bergen gelegene Silbersee.

Für Regisseur Schultze jr. ist die Präsentation der ersten Szenen immer „eine kleine Premiere“, wie er sagte. „Backstage sind sie alle in einer geordneten Spannung“, erzählte er, bevor sein Team loslegte Rund eine Stunde lang dauerte die Vorstellung, bei der selbst das Wetter mitspielte. „Der Wettergott war uns gnädig“, freute sich der Regisseur kurz vor Ende - kurz darauf setzten Regen und Gewitter ein.

Er hoffe auch bei der Premiere auf trockenes Wetter, sagte der Regisseur. Und dann landet vielleicht auch der  Schreiseeadler bei Winnetou. Diesmal half auch alles Locken des Apachenhäuptlings am Marterpfahl nichts - unverrichteter Dinge flog der Vogel wieder zurück und Winnetou befreite sich eben selbst vom Marterpfahl.

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erstellt am 17.Jun.2016 | 20:21 Uhr

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