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Ursula Poznanski: "Fünf" : Perfide Schnitzeljagd per GPS

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Ein Ermittlerduo aus Salzburg ist einem eiskalten Serienkiller auf der Spur: Per GPS-Koordinaten schickt der Unbekannte sie auf eine Art Schnitzeljagd.

Mit einer mörderischen Schnitzeljagd scheucht ein Serienkiller das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger durch die Botanik rund um die Stadt. In kleinen Frischhaltedosen, die er an bestimmten GPS-Koordinaten versteckt, platziert er perfide Hinweise auf seine Opfer: Abgeschnittene Körperteile, in Plastikbeutel eingeschweißt, und ein Rätsel, das auf das nächste Opfer hinweist.
Das Hörbuch "Fünf" von Ursula Poznanski ist nichts für empfindsame Gemüter: Abscheuliche Morde, blutende Körperteile und eine zynische Schnitzeljagd, die für Beatrice Kaspary auch zu einem ganz persönlichem Wettlauf wird. Immer wieder entwischt ihr der Mörder, nur um ihr kleine, hämische Notizen zu hinterlassen. Als SMS oder hinter dem Scheibenwischer: "TFTH", schreibt er ihr. "Thanks fort the hunt." Denn seine Versteckidee stammt vom "Geocaching", einer weltweiten GPS-Schnitzeljagd, bei der kleine Verstecke über das Internet verbreitet werden und dann von den "Cachern" gefunden werden können. Irgendetwas muss dieses Spiel mit den Morden zu tun haben, doch Beatrice Kaspary findet keine Verbindung zu den Toten. Solange, bis das perfide Versteckspiel sie selbst in die Falle treibt.
Mit schonungslosen Details schafft es die österreichische Autorin Ursula Poznanski, eine scheußliche Spannung aufzubauen, die allerdings durch zu viele Erklärungen des GPS-Spiels und seiner Gepflogenheiten zu Beginn stark ausgebremst wird. Man darf jeden noch so kleinen Gedankengang der Ermittler, jedes Stochern und Durchgrübeln der Rätsel des Mörders mitverfolgen - ganz zu schweigen von den persönlichen Konflikten der arbeitssüchtigen Polizistin. Das wirkt teilweise etwas zäh, doch es zahlt sich am Ende aus, wenn der Wettlauf zwischen Kaspary und dem Mörder an Fahrt aufnimmt - und zu einem Thriller wird, den man so schnell nicht aus dem CD-Spieler nimmt.

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erstellt am 10.Mai.2012 | 07:34 Uhr

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