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Festival auf Kampnagel : Nordisch,bunt und frisch

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Nordwind Festival auf Kampnagel präsentiert ab morgen Kulturprojekte aus Skandinavien und den baltischen Staaten.

von
erstellt am 04.Dez.2013 | 14:05 Uhr

Hamburg | Eigentlich müsste man sich die Abende zwischen dem 5. und 13. Dezember komplett frei schaufeln und sich als Vorab-Nikolaus-Geschenk ein Ticket für Nordwind wünschen. Dann hätte man die Möglichkeit, wirklich alle Produktionen dieses spannenden Festivals in der Hamburger Kampnagelfabrik zu sehen, bei dem die nordischen und baltischen Länder Tanz, Theater, Performance und Musik präsentieren.

Da gibt zum Beispiel den extra für Kampnagel inszenierten Schauprozess „Die europäischen Medien“ von The Nielsen Movement. Der dänische Regisseur Nielsen lässt sieben Hamburger Schauspieler als willenlose Medien auftreten, die das Ende der Schauspielkunst und des psychologischen Theaters darstellen. Mit „All Is Divine“, Charlotte Engelkes charmanter Angriff auf Richard Wagner, ist eine von zwei deutschen Erstaufführung zu sehen. Die zweite ist „Band“, eine Choreografie der Norwegerin Ingri Fiksdal, bei der der Sound nur über die rhythmischen Bewegungen der vier Performerinnen entsteht. Zu den bekanntesten Namen dieses Festivals gehört zweifelsohne Erna Ómarsdóttir. Die mehrfach preisgekrönte isländische Choreografin ist häufiger Gast auf Avantgarde-Festivals wie zuletzt dem Berliner Foreign Affairs. Mit „Transaquania – Into The Air“ zeigt die von B-Horror-Movies beeinflusste Künstlerin eine bildgewaltige Bühnenshow.

Deutlich leiser wird es beim Konzert von Thomas Dybdahl. Der norwegische Singersongwriter hat sich mit seinen zarten, melancholischen Liedern bereits eine größere Fangemeinde in Deutschland erobert. Die hat auch die dänische Musikerin Agnes Obel. Auch ihre Songs durchziehen düstere Töne und eine gewisse Schwermut. Vielleicht liegt es am nordischen Winter. Der ist eben dunkel – und offensichtlich ungeheuer produktiv.

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