zur Navigation springen

Lesestoff : Nicht ohne Demidows Tochter

vom

Kay Müller und Martin Schulte empfehlen Lesestoff zum Wochenende. Heute in aller Kürze die spannende Geschichte von einem erpressten Geheimdienst-Offizier.

"Kind 44" war ein Erfolg, mit dem wohl kaum jemand rechnen konnte. Tom Rob Smith hat jetzt mit „Kolyma“ nachgelegt. Und wieder nimmt der Autor seine Leser nach Russland mit, nach Moskau am Ende 1950-er Jahre. Der ehemalige Geheimdienst-Offizier Leo Demidow, ohnehin schon von Gewissensbissen geplagt, gerät in die gleiche Situation, in die er selbst unzählige Menschen gebracht hat: über seine Familie wird Druck auf ihn ausgeübt. Demidows Tochter ist entführt worden, und um sie zurückzubekommen, soll Demidow eines seiner ehemaligen Opfer aus dem Gulag befreien. Also lässt er sich als Gefangener in das Lager einweisen, eine Tarnung, die - man ahnt es - nicht lange Bestand hat.
Smith ist ein äußert spannendes Buch gelungen, das zudem einen interessanten historischen Hintergrund hat. Der Mann hat sehr gründlich recherchiert, das Buch ist auf einem übersoliden historischen Fundament gewachsen. Historisches und Unterhaltendes sind gekonnt miteinander verwoben - dieser Stoff wird es sicherlich auch bald auf die Leinwand schaffen.
Tom Rob Smith, Kolyma, DuMont Verlag, 475 Seiten, 19,95 Euro.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Mai.2009 | 06:07 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen