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CD-Tipp der Woche : Neue Songs von einem Toten

vom

Die Legende lebt. Und "Valleys Of Neptune" ist bereits das elfte reguläre Studio-Album, das nach Jimi Hendrix Tod erscheint. Einiges darauf ist neu - aber wohl eher für eingefleischte Fans ein Muss.

shz.de von
erstellt am 13.Mär.2010 | 08:34 Uhr

Mit 15 lernte er erst Gitarre spielen - mit 27 war er tot. Doch in den Jahren dazwischen konnte Jimi Hendrix in der Welt der sechs Saiten so ziemlich alles Vorhergegangene in den Schatten stellen. Immerhin reichte es für drei Alben und ein Live-Album, allesamt Meilensteine der Gitarrenmusik.
Mittlerweile sind regulär bereits zehn weitere posthume Studioalben von Hendrix erschienen, einige davon eher von fragwürdiger Qualität. Jetzt kommt als Nummer elf "Valleys Of Neptune" auf den Markt - und die Frage muss erlaubt sein: Lohnt sich das?
Die Antwort ist jein! Zwölf bislang unveröffentlichte Aufnahmen sind auf der Scheibe zu finden. Die Qualität ist erstaunlich gut. Herzstück ist der Titelsong, der noch nie zuvor in der Bandversion (also mit Bass) veröffentlicht worden ist und somit tatsächlich so etwas wie einen "neuen" Song darstellt.
Noch nie veröffentlicht worden sind zudem das instrumental gespielte und sehr percussive Cream-Cover "Sunshine Of Your Love", sowie "Ships Passing Through The Night", eine groovige Midtempo-Nummer ohne spektakuläre Hookline. Die letzten beiden Songs "Lullaby For The Summer" und "Crying Blue Rain", beides sessionartige Instrumentals, sind ebenfalls bislang unveröffentlicht - aber könnten auch im Probenraum nebenher abgefallen sein.
Zu den restlichen Songs gehören unter anderem alte Bekannte wie "Stone Free" oder "Hear My Train Coming", die für Fans aufgrund veränderter Spielweise interessant sein können. Und damit sind wir am Punkt: Für Hendrix-Enthusiasten kann "Valleys Of Neptune" wohl eine Bereicherung sein. Allen anderen am Gitarrengott interessierten Musik-Liebhabern seien die ersten (remasterten) Alben der Jimi Hendrix Experience ("Are You Experienced", "Axis: Bold As Love", "Electric Ladyland") und "Band Of Gypsys" ans Herz gelegt, mit denen der Einstieg sicherlich besser gelingt.
Jimi Hendrix - "Valleys Of Neptune" (Sony)
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