Unesco-Liste : Nächster Versuch: Weltkulturerbe-Antrag für Haithabu und Danewerk

Mitarbeiter Harm Paulsen steht in historischer Wikinger-Rüstung vor den Nachbauten in Haithabu bei Schleswig.
Mitarbeiter Harm Paulsen steht in historischer Wikinger-Rüstung vor den Nachbauten in Haithabu bei Schleswig.

Anke Spoorendonk gibt nicht auf: Die Kulturministerin stellt einen neuen Antrag. Die Entscheidung soll 2018 fallen.

shz.de von
13. Dezember 2016, 14:03 Uhr

Kiel/Schleswig | Schleswig-Holstein hofft weiter auf einen Unesco-Welterbetitel für die Wikingerstätte Haithabu und den historischen Befestigungswall Danewerk. Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW) stellte dem Kabinett einen entsprechenden nationalen Antrag vor. „Eine Eintragung als Unesco-Kulturlandschaft wäre ein großer Erfolg für die Region und für Schleswig-Holstein insgesamt“, sagte Spoorendonk nach einer Kabinettssitzung am Dienstag.

Im vergangenen Jahr hatte das Unesco-Welterbekomitee Nachbesserungen für einen gemeinsamen Antrag mehrerer Länder für das Wikingererbe in Nordeuropa verlangt. Nun will das Land Haithabu und Danewerk einzeln als „archäologische Grenzlandschaft von Haithabu und dem Danewerk“ nominieren und dabei auf die besondere Bedeutung durch die Grenzlage an der Schleswiger Landenge abstellen, die gleichzeitig in der Wikingerzeit auch zum Handelsknoten zwischen Nord- und Ostsee wurde. Eine Entscheidung darüber wird im Sommer 2018 erwartet.

Die Waldemarsmauer – ein wichtiger Teil des Flächendenkmals Danewerk.
Hannes Harding
Die Waldemarsmauer – ein wichtiger Teil des Flächendenkmals Danewerk.
 

Das Danewerk, ein frühmittelalterlicher Befestigungswall, gilt als größtes Bodendenkmal Nordeuropas. Die Wikingerstadt Haithabu bei Schleswig war vom 9. bis 11. Jahrhundert eines der bedeutendsten Handelszentren Nordeuropas.

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