Transfer : Leicht unterkühlte Ohrwürmer

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Aus San Diego kommen die Indie-Rocker Transfer. Deren Debüt "Future Selves" klingt erstaunlich eingängig und phasenweise seltsam bekannt.

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08. Oktober 2011, 11:19 Uhr

Bei Youtube machen es einem Transfer visuell nicht unbedingt leicht. Ein seltsames Kraken-Insekt out of space und ein Mädchen mit Hang zu Tabletten spielen die Hauptrolle in dem doch sehr eigenwilligen, düsteren Video (siehe unten) zur Debüt-Scheibe "Future Selves".
Irgendwo zwischen ihren klassischen Vorbildern Pink Floyd, Beatles und Led Zeppelin sowie Zeitgenossen wie Arcade Fire oder Flaming Lips lassen sich die vier Männer aus dem kalifornischen San Diego verorten.
Ausformen tut sich das in einer Musik, die von hymnischer Stadion-Rock-Atmosphäre bis hin zum filigranen Folk-Song samt Akustikgitarre und Trompeten einiges an Stilen vereint. "We wanted to make a pot pourri of rocknroll", fasst es Sänger und Gitarrist Matthew Molarius zusammen. So weit, so gut.
Einige Songs haben durchaus Ohrwurmqualitäten, so auch das poppige "Take Your Medicine" zum besagten Video oder das rockige, temporeiche "Like It Used To Be" mit seinem genialen Riff. Andere Songs scheinen in Teilen immer wieder an bereits wohlbekannte Lieder zu erinnern, die einem dann aber doch nie in den Sinn kommen. Das muss kein schlechtes Zeichen sein - insgesamt jedoch wirkt "Future Selves" leicht unterkühlt, was ein wenig irritiert und nicht zuletzt mit dem oft etwas entfernt klingenden, verhallten Sound zu tun hat.
Transfer - "Future Selves" (Rough Trade)
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