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Lesestoff fürs Wochenende : Langweilig und unpersönlich

vom

Vier Historiker haben sich an die Biografie von Friedrich Flick, einer der bedeutendsten deutschen Industriellen, herangewagt - und sind damit gescheitert.

shz.de von
erstellt am 22.Jul.2010 | 04:54 Uhr

Sie hat bislang gefehlt: Eine informative, spannend geschilderte und lesbare Biografie über Friedrich Flick, einen der bedeutendsten und reichsten deutschen Industriellen. Nun haben vier Historiker in einer Gemeinschaftsarbeit versucht, Licht in Flicks bisweilen mysteriöse und dubiose Geschäftspraktiken zu bringen und dem Leser diese Figur nahe zu bringen – doch sie sind damit gescheitert.
Zwar sichteten die Autoren viel Material, deckten heimliche Geschäfts- und Fusionspraktiken auf, doch der Leser muss bis zur Seite 700 warten, um etwas über den Menschen Friedrich Flick, seine Antriebe, Gefühle und Persönlichkeit zu erfahren, der auch danach nie wirklich greifbar wird. Und so bleibt das Buch trotz der gut recherchierten Debatten um die Schuld des Managers in der NS-Zeit weitgehend langweilig und sprachlich ermüdend. Und auf eine informative, spannend geschilderte und lesbare Biografie über Friedrich Flick muss der Leser weiter warten.

Norbert Frei u.a.: "Flick: Der Konzern, die Familie, die Macht", BlessingVerlag, ISBN: 978-3896674005, 912 Seiten, 34,95 Euro

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