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KRIMI NORDICA AWARD 2015 : „Dem Himmel fern“ - Paula Bersdorf

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Erde dringt in meinen Körper, in meinen Mund mit der Luft, die ich atme und von der ich nicht weiß, wie lange sie reicht. Wird auch ein Tier in mich eindringen? Ein Käfer, wie damals am Strand von Sylt, als ich schrie: „Mein Ohr! Mein Ohr!“ Die schlafenden Möwen waren aufgeschreckt in den Nachthimmel geflüchtet, weil ich, rasend vor Schmerz, ihren Felsen stürmte, meinen Kopf zur linken Schulter geneigt, eine Hand am schmerzenden Ohr, die andere in die Dunkelheit gestreckt. Wenn ich jetzt nur schreien könnte.

„Ein Benehmen wie van Gogh“, hatte Jan gesagt, als wir bei Tageslicht den toten Ohrenkneifer betrachteten, der vor uns auf einem Blechteller lag.

„Und du hilflos.“

„Aus dem Schlaf gerissen!“

„Wie die Möwen.“

„Nur ohne Flügel.“

„Wir könnten Kunst aus ihm machen“, schlug ich vor.

„Oder den Kleinen unter einer Sandburg begraben.“

„Ich kenne einen, der gießt ihn in Harz.“

„Das wäre nur Handwerk.“

„Und wenn ich es ‚Kneifer, der sich mein Trommelfell über die Ohren zieht‘ nenne?“

„Auch dann noch.“

Hätte er mich nicht in Erde gelegt, sondern in flüssiges Kunstharz, würde jetzt durchsichtiges Material in meine Öffnungen dringen, sich verfestigen und mich aushärten. Jener Ohrenkneifer war der erste Schrecken, der uns auf Sylt ereilte. Nachdem wir ein fürchterliches Unwetter mit Sintflutregen überlebt hatten, das natürlich nachts über uns hereinbrach, als wir endlich trotz Kälte unter freiem Himmel eingeschlafen waren, flippte Jan zwei Tage später völlig aus. Bei Rotwein und Lagerfeuer erzählte er, dass ihn sein Vater früher in Kisten gesperrt hatte, in Schränke oder einen Kellerverschlag, in alles, was absperrbar war und dunkel.

„Gutes Training gegen Platzangst“, hatte Elgin gesagt. Und noch während Sven und ich versuchten, Jans Hände von ihrem Hals zu lösen, wurde allen klar, dass uns der Abi-Trip nach Sylt mehr Kraft kosten würde, als wir hatten.

Etwas krabbelt mein Bein hoch. Das kitzelt. Wenn es doch nur an der Innenseite aufwärts wandern würde, dann könnte ich es mit den Knien zerquetschen. Nun macht es Rast auf dem Schienbein. Aua – es sticht in mich hinein! Gott, das brennt wie Hölle!

Auf den Ohrenkneifer, das Unwetter und Jans Ausraster folgte sein Liebesgeständnis.
„Jetzt, wo wir allein sind, sag ich dir was“, wählte er als Eröffnung und fuhr damit fort, dass er mich nicht leiden könne, weil ich meinen Schlafsack immer ordentlich zusammenrolle und jeden Tag vom Strand bis zum Zeltplatz wandere, nur um auf ein richtiges Klo zu gehen und zu duschen. Außerdem sei ich älter als er und nicht so hübsch wie Elgin. „Aber geschenkt“, sagte er, denn wenn er die Äußerlichkeiten und mein kaputtes Verhalten beiseitelasse, „dann“, murmelte er, „bist du fast okay und als Torte passabel.“ Den Mund voll mit Fischfrikadelle sagte ich: „Okay.“

„Die Sache mit uns?“

„Die auch.“

Elgin und Sven staunten nicht schlecht, als sie vom Vögeln hinter den Dünen auftauchten und sahen, dass mich Jan küsste.

Mit der Luft, die ich durch das Rohr einatme, fällt ein Stückchen Rinde in meinen Mund. Es rutscht nach hinten aufs Zungenbein. Ich kann mich kaum räuspern, weil das Rohr tief in mich hineinreicht und meine Kiefer bis zum Anschlag spreizt. Kurz löst sich die Rinde von der Schleimhaut, fällt aber auf dieselbe Stelle zurück. Bekomme ich jetzt Panik? Wie vor etlichen Jahren, als ich auf Jan saß und es mir trotz Bronchitis mit ihm gut gehen ließ bis zu jenem Hustenanfall  …

„Ausatmen! Du sollst ausatmen!“, schrie er mich an und rutschte unter mir weg. Ich krampfte und fiepte nur noch, versuchte, verrückt vor Angst, Luft durch den zugesetzten Schlund in meine überblähten Lungen zu ziehen. Die Konturen des Kopfkissens verschwammen, mir wurde schwindlig, irgendetwas fiel scheppernd zu Boden, da riss er mir plötzlich von hinten die Arme hoch und drückte mit seinen Schenkeln meinen Brustkorb zusammen.

„Atme aus, Deern – ausatmen! Du sollst ausatmen!“, donnerte es auf mich herab, und irgendwann tat ich es.

„Hast mir wohl das Leben gerettet“, sagte ich, als er mir später seine Zigarette gab.

„Jo.“

Ist vielleicht ein Blutegel? Leben die im Waldboden? Ein Hirschhornkäfer? Ich weiß nichts von Insekten, nichts von denen unter Tage, wo man die Welt verliert und das Gefühl für Zeit, wo man in farbloser Dunkelheit für immer versinkt. Schwer liegt die Erde auf meinen Augen. Hinter den Lidern sehe ich mich als Kind, die Hände aufs Gesicht gelegt, höre mich lachend der Mutter zurufen: „Siehst mich nicht!“

Bei ihrem Begräbnis habe ich ihm gesagt: „Ich will auf keinen Fall in die Erde! Lass mich verbrennen. Mit dem Rauch ziehe ich in den Himmel hinauf.“

„Hast du auch Pläne für deine Asche?“

„Streu sie in die See, wenn sich der Himmel in ihr spiegelt.“

„Was, wenn er dir eines Tages an die Gurgel springt wie mir damals am Strand?“

„Elgin, du hast dich wie ein Arschloch verhalten. Das habe ich nicht vor.“

„Schon klar, aber du bist nicht Mutter Teresa.“

„Ich liebe ihn, das muss als Grundlage reichen.“

„Für einen, der seine Kindheit im Keller verbracht hat?“

„Meine war auch krass.“

„Eben!“

„Weißt du noch, als wir alle nach dem Deutsch-Abi besoffen im Geerken saßen und Jan mit seinem typischen Blick die Gäste taxierte?“

„Nur um dann – als wäre er total überrascht – auszurufen  …“

„…  lauter kaputte Typen hier!“

„Es gibt Halbganze“, sagte Elgin.

„Die sind noch schlimmer, halten sich für gerettet und machen auf Messias.“

Nach der Hochzeit habe ich sie aus den Augen verloren: erst Sven, dann Elgin.

Das Rindenstückchen rutscht weiter nach hinten. Sollte ich die Zunge besser stillhalten? Könnte ich nur den Kopf bewegen! Seit der Fremdkörper in meinem Rachen ist, fließt Speichel und sammelt sich ums Zäpfchen. Bald wird die Rinde in ihm schwimmen. Irgendwann muss ich schlucken. Wird dieses Ding in meine Luftröhre gleiten? Was immer mich in die Wade gestochen hat, ist fertig damit. Ich stelle mir einen Skarabäus vor. Eine Freundin hatte mir zum Abitur einen Anhänger aus Jade geschenkt: „Bringt aber nur Glück, wenn du ihn am Busen trägst!“ Jahrelang glaubte ich, die Kette verloren zu haben. Grün war meine Lieblingsfarbe.

Ein halbes Jahr, nachdem Jan und ich aus den Flitterwochen zurückgekommen waren, verschwand Sven. Elgin und er hatten sich wieder einmal getrennt, weswegen sie sein Verschwinden zunächst nicht bemerkte.

„Wie weg?“, fragte ich.

„Weg. Unerreichbar. Gone.“

„Verstehe ich nicht.“

„Ich auch nicht.“

„Seit wann?“

„Einer Woche.“

„Und er hat sich nicht bei dir gemeldet?“

„Deshalb rufe ich dich an.“

„Hattet ihr wieder Streit?“

„Wie denn? Wir sind seit zwei Monaten auseinander.“

„Aber nach eurer Trennung hast du ihn noch mal gesehen?“

„Ja, aber das ist schon eine Weile her.“

„Und sein Laden? Weiß Imke nichts?“

„Sie hat mich angerufen, weil sie dachte, ich wüsste, ob er seinen Urlaub verlängert.“

„Wohin ist er denn geflogen?“

„Imke sagt, er wollte mit dem Rad nach Sylt – zelten.“

„Nee, ne?“

„Dachte ich auch.“

„Macht Imke den Laden jetzt allein?“

„Nur halbe Tage.“

„Ein Buchladen, der nur halbe Tage auf hat?“

„Setz du dich rein, wenn du damit ein Problem hast!“

„Nicht mich anpampen, Elgin. Ich mache mir nur Sorgen.“

„Und ich lackiere mir die Nägel, oder was?“

„Come on …“

„Ich habe dich angerufen, weil ich dachte, Sven ist vielleicht mit euch in Kontakt. Wenn ihr was hört, lasst es mich wissen. Okay?“

„Klar.“

Jan nahm die Nachricht gelassen auf. Sven und er waren zwar seit der Schulzeit Freunde, aber dass Sven ihm Elgin weggeschnappt hatte, stand immer zwischen ihnen. Und die Sache mit der verschwundenen Reisekasse am Strand.

Jeder von uns hatte damals die anderen drei verdächtigt, die Reisekasse geklaut zu haben, obwohl wir wussten, dass es auch einer von den fremden Strandcampern hätte gewesen sein können. Wir waren nicht die Einzigen, denen Zelt und Geld fehlten, um auf dem Rantumer Campingplatz zu schlafen, wo es Wertfächer gab mit Schlüsseln an wasserfesten Armbändern.

Nachdem wir den Strand wie auch die Dünen wegen des Lederbeutels mit den 500 DM abgesucht und uns wie die Kesselflicker gestritten hatten, waren die Jungs einzeln zurück nach Westerland getrampt. Elgin und ich fuhren gemeinsam. Auf der Post fragten wir alle paar Stunden, ob die Geldanweisung meiner Oldies angekommen war. Zwei Tage und zwei Nächte verbrachten wir Essen klauend und diskutierend. Der Hunger, die nächtliche Kälte und die Verdächtigungen machten uns missmutig und aggressiv. Wer der Reihenfolge nach zuständig gewesen war, auf unser Geld zu achten, brachten wir zweifelsfrei nicht mehr zusammen. Also konnten wir nicht herausfinden, wer die Gelegenheit zum Diebstahl gegeben hatte oder selbst der Dieb war. Sven und Jan prügelten sich deswegen. Wir verhärteten nicht nur als Pärchen, sondern auch einzeln gegeneinander. Keiner hatte mehr Lust auf einen Abi-Trip, der uns von einer Katastrophe in die nächste führte. Als wir uns am dritten Tag auf den Weg zur Post machten, sagte Jan plötzlich „Tschüss“ und verschwand in einer Seitenstraße. Ich holte ihn nicht mehr ein. Wir anderen gingen mit dem Geld zum Bahnhof und kauften uns Zugtickets für die Heimfahrt nach Lübeck.

Es krabbelt an der Innenseite des rechten Oberschenkels. Der Gedanke, dass es zwischen meinen Beinen in meinem Bauch verschwindet, ist schlimmer als die Angst, dass es mich wieder sticht. Und da ist noch ein zweites Tier: im Nacken, auf dem Weg in meine Haare. Besser einen Käfer im Bauch als einen Wurm im Ohr. Schmerzen am Trommelfell sind grausam, nicht mal den Kopf könnte ich drehen. Liege wie ein gekippter Zinnsoldat in der Erde und überlege, ob es mir möglich wäre, mich auszugraben, hätte er mir die Arme nicht an den Körper gebunden.

Sven blieb verschwunden. Wie Elgin auf die Idee kommen konnte, Jan hätte etwas damit zu tun, verstand ich nicht. Sie sagte, sie habe so eine Ahnung und dass sie sich auf ihr Gefühl immer verlassen könne.

„Gefühl? Elgin, dein Jan-Ressentiment ist legendär. Unsere Männer sind Freunde, nicht die besten, aber immerhin!“

„Sven hatte vor, ein Buch über Jan und seinen Vater zu schreiben. Wusstest du das?“ Sie sah mich an, weidete sich an meiner sprachlosen Überraschung und klappte auf ihrer Seite ein imaginäres Punkteschild um. Sie hatte mich kalt erwischt, obwohl ich längst ahnte, dass mir Jan weniger als die Hälfte dessen erzählte, was in ihm vorging.

Warum haben wir vier es in all den Jahren nicht geschafft, voneinander loszukommen? Jan und ich haben es gar nicht erst versucht, weil uns die On-Off-Beziehung der anderen beiden vormachte, dass eine Trennung von Leuten, die sich seit der Oberstufe kennen, keinen Bestand hat. Nicht in einer kleinen Stadt wie Lübeck, die keiner von uns auf Dauer verlassen wollte. Im Gegensatz zu Elgin und Sven wählten Jan und ich die verlogene Variante: Wir wahrten nach außen die Form, hinter der Fassade bekämpften wir uns regelmäßig bis aufs Blut.

„Weißt du noch, wie du mir damals beim Vögeln das Leben gerettet hast?“

„Den Reflex würde ich heute unterdrücken.“

„Wen würdest du stattdessen hassen?“

„Passt dir Elgin als Nachfolgerin?“

„Man kann nur hassen, wen man zuvor geliebt hat.“

„Eben …“

„…  davon hast du keinen Schimmer, von Liebe.“

Vielleicht bin ich gar nicht unter Tage? Wenn er nur eine Kiste mit Erde gefüllt hat, um mich glauben zu machen, ich läge in einem Loch begraben? Sitzt er jetzt vielleicht neben dem Luftrohr und überlegt, womit er als Nächstes meinen Sauerstoff würzt? Mit einem Blatt oder einer Laus? Bis zu welcher Größe passieren Stücke problemlos die Speiseröhre? Wie lange dauert Ersticken?

Ich spüre fast nichts mehr, bin nur noch ein Kopf, der versucht zu atmen. Die Luft, die ich durch die beiden Nasenschläuche ziehe und ausstoße, seit sich im Rachen ein Speichelsee gebildet hat, ist Abluft, völlig verbraucht. So tief ich sie auch einhole, jede Faser, alles in mir schreit nach Frischluft. Er weiß, dass man bei Angst durch den Mund atmet, und hat es so eingerichtet, dass Sauerstoff durch das Mundstück in den Körper gelangt. Aber ich kann nicht durch das Rohr atmen, solange mein Schlund durch den Speichel und das Rindenstück verschlossen wird. Entweder schlucke ich den Speichel samt Rinde und kriege den Hals frei, oder ich vergifte mich durch die Nase mit verbrauchter Luft. Oder ich versuche, den Speichel in die Röhre auszustoßen, bevor ich in meiner Panik umkomme. Vielleicht bleibt die Rinde an der Röhrenwand kleben oder landet beim Zurückfallen unter meiner Zunge, die ich dann so weit wie möglich nach hinten strecken werde. Einen Versuch ist es wert, aber ich muss mich beeilen, bevor der Gedanke, dass ich sowieso sterbe, den letzten Funken Hoffnung in mir begräbt.

Dass Elgin vermisst wurde, erfuhr ich durchs Fernsehen. Jan hatte den Zapper und war in einer Wo bist du?-Show hängengeblieben. In die Kamera versicherten Elgins Eltern ihrer Tochter, dass sie ihr nichts übel nehmen, auch nicht den stummen Abschied. Der Vater von Sven war ebenfalls im Studio. Die drei Oldies vermuteten, dass ihre Kinder bei einer Sekte untergekommen waren. Für ein Verbrechen gab es keinen Anhaltspunkt.
Sie wollten an das Unwahrscheinliche glauben, dass ihre Kinder nur von einem in ein anderes Leben umgestiegen waren.

„Dass Elgins Eltern nicht bei uns nachgefragt haben, ist merkwürdig“, sagte ich.

„Haben sie.“

„Wann denn?“

„Ist sicher ein Jahr her.“

„Wieso hast du mir nichts erzählt?“

„Weil dich Elgin nicht mehr interessiert hat nach eurem Streit?“

„Aber vielleicht ist sie tot!“

„War sie für dich doch längst.“

„Weil sie dich verdächtigte, mit Svens Verschwinden zu tun zu haben – schon vergessen?“

„Nein, aber wenn du glaubst, für deine scheinheilige Loyalität jetzt noch Dankbarkeit abgreifen zu können – ich scheiß auf euch alle!“

„Oh, plötzlich so souverän? Aber die letzten zwanzig Jahre war es okay, dass es uns gibt, dass wir dich unterstützt haben und ich dich liebte?“

„Den Mist glaubst du doch selbst nicht! Ihr mich unterstützt? Schon in der Schule habt ihr euch nur wegen meines Vaters für mich interessiert. Ihr hättet mich nicht mit dem Arsch angesehen, wenn ich nicht sein Sohn wäre.“

„Genau das ist immer dein Problem gewesen: Dass du alles, was dich betrifft, auf deinen Vater beziehst, das berühmte Regie-Genie, ein Schwein und reich! Du aber bist nichts als ein Sohn, der darauf wartet, dass er mit dem Erbe für eine Existenz entschädigt wird, in der es nur ein Rollenfach gibt – das des Opfers. Armselig!“

Erst würgte er mich, dann schlug er zu. Dass er ausrasten kann, wusste ich. Aber mir gegenüber hatte er sich immer zurückgehalten. Unsere Nähe stand wie ein schützendes Tabu vor einem Angriff. Das Tabu war gesetzt seit dem Kuss am Sylter Strand, als ich ihm sagte, ich würde nur mit ihm zusammen sein, wenn ich keine Angst vor ihm haben müsse.

Und wenn er mich doch verbuddelt hat? Wenn die Sauerstoffgabe nur dazu dient, dass ich Zeit zum Nachdenken habe, um am Ende in dem Wissen zu sterben: Ich bin lebendig begraben!

„Niemals leg mich in die Erde, niemals nach unten, ich will in den Himmel, nach oben in die Weite“, habe ich ihm immer wieder gesagt. Ich habe es in mein Testament geschrieben, selbst meine Oldies wissen es. Nein, jetzt keine Tränen! Nicht weinen. Ich will atmen, nur ans Atmen denken – und mich fort  …

Nachdem ich Jan damals wegen Körperverletzung angezeigt hatte, ging alles in einer Art vor sich, die mich als bloßen Zündmechanismus zurückließ. Sein Name, die Berühmtheit seines Vaters, Beweisfotos, die aus der Arztpraxis in die Öffentlichkeit gelangten – zum ersten Mal war ich ein Zauberlehrling, hilflos und einem Prozess ausgeliefert, der sich in jener Zeit wie von selbst inszenierte. Nie hätte ich gedacht, dass Jans Vater diesen Skandal nutzen würde, um sich in einem Interview öffentlich von seinem unbegabten Sohn loszusagen.

Als der sich daraufhin versuchte zu töten, brachten sie ihn in die Psychiatrie, Jans Albtraum: eingeschlossen und entmündigt.

Wie ich jetzt.

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