Nach Schliessung in Schleswig : Kreis Dithmarschen steigt aus Landestheater Schleswig-Holstein aus

Das wird Landestheater-Intendant Peter Grisebach nicht freuen: Dithmarschen macht Schluss.
Das wird Landestheater-Intendant Peter Grisebach nicht freuen: Dithmarschen macht Schluss.

Dithmarschen spielt nicht mehr mit und verlässt das Landestheater als Gesellschafter. Damit ist der Kreis der erste Aussteiger. Mit den Einsparungen soll die Kulturförderung im Kreis neu aufgestellt werden.

shz.de von
18. Juli 2015, 12:22 Uhr

Heide | Der Kreis Dithmarschen steigt beim Landestheater Schleswig-Holstein aus. Das beschloss der Kreistag auf Antrag von CDU, FDP und Unabhängigen Wählern am Freitagabend, wie der FDP-Kreisvorsitzende Oliver Kumbartzky am Samstag sagte. Damit ist Dithmarschen der erste Gesellschafter, der das Landestheater Ende Juli 2019 verlässt.

Nachdem das Theater in Schleswig 2011 wegen Einsturzgefahr geschlossen worden war, hatten mehrere Kreise über eine Kündigung ihrer Beteiligung nachgedacht. Generalintendant Peter Grisebach warnte Ende Juni, ein Ausstieg sei „inhaltlich nicht abzufangen und für die Menschen in diesem Gebiet nicht zu vertreten“.

Im Kreis Dithmarschen sieht man das anders: „Die Kündigung bedeutet für den Kreis nicht weniger Kultur“, sagte Kumbartzky. Mit den 180.000 Euro, die dann jährlich eingespart würden, solle die Kulturförderung im Kreis neu aufgestellt werden. Davon soll zum Beispiel das Elbeforum in Brunsbüttel profitieren, das jährlich 25.000 Besucher anlockt, aber nicht vom Landestheater gefördert wird.

Heide und Meldorf bleiben unabhängig von der Kündigung des Kreises Dithmarschen weiterhin Gesellschafter des Landestheaters.

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