Hamburg : Kreative Lösungen im Schlammfeld von Dockville

Tanzen in Gummistiefeln: Tausende Rockmusik-Fans haben am Wochenende auf dem Hamburger Dockville-Festival gefeiert.

Avatar_shz von
15. August 2011, 09:59 Uhr

Hamburg | Auf Europas größter Flussinsel, zwischen Schuttbergen, Hafencontainern, Kränen und Speichern, wurde bereits zum fünften Mal das Dockville-Festival veranstaltet. Dauerregen in den Tagen zuvor hatte das Gelände in Wilhelmsburg in ein Schlammfeld verwandelt, doch dadurch ließen sich die meisten Besucher nicht die Laune verderben. Für die Organisatoren brachte der Matsch dagegen einige Probleme mit sich.
Insgesamt standen an drei Tagen mehr als 130 Bands und DJs aus zahlreichen Ländern auf dem Programm, dazu gab es Kunstinstallationen und einen Poetry Slam (Dichterwettstreit).
Barfuß im Schlamm
Bereits am Freitagabend hatte die britische Indie-Rock-Band Editors mit einem großartigen Auftritt das Publikum begeistert. Am Sonnabend spielten das kanadische Elektro-Duo Crystal Castles und Hamburger Punk-Veteranen der Goldenen Zitronen. Zudem präsentierte US-Sängerin Santigold auf ihrem allerersten Hamburg-Konzert schon mal Songs ihres neuen, im September erscheinenden Albums. Am Sonntagabend stand noch das Konzert von Bloc-Party-Sänger Kele auf dem Programm.
Während die Fans in Gummistiefeln oder vereinzelt auch barfuß im Schlamm tanzten, waren die schlechten Platzbedingungen für die Organisatoren eine wirkliche Herausforderung: "Wir hatten massive Probleme", sagte Festival-Sprecher Jean Rehders gestern. Ein Zelt - von insgesamt sieben Bühnen - musste am Freitag geschlossen bleiben. Es kam zu Planänderungen und Verzögerungen, und die Auftritte dreier Künstler mussten ganz abgesagt werden.
(shz)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen