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Deutscher Astronaut auf der ISS : Kieler Kunstwerk fliegt zu Alexander Gerst ins All

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst fliegt heute ins All. Die Künstlerin Roswitha Steinkopf schickt eine Skulptur in den Weltraum. So will sie auf das Schicksal herzkranker Kinder aufmerksam machen.

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erstellt am 28.Mai.2014 | 17:02 Uhr

Ein kleines Herz auf großer Mission: Eine Skulptur der Kieler Künstlerin Roswitha Steinkopf wird demnächst ins Weltall mitgenommen und auf der Weltraumstation ISS die Erde umkreisen. Zweck der Reise ist es, auf das Schicksal herzkranker Kinder aufmerksam zu machen.

Steinkopf unterstützt auf diese spektakuläre Weise die Stiftung KinderHerz, die sich für die bestmögliche Versorgung von Kindern mit Herzfehlern einsetzt. Das golfballgroße Kunstwerk trägt den Namen „OrbitHerzchen“, auf roter Grundfläche ziert es auf Vorder- und Rückseite verschiedene schwarz-weiß gemalte Motive: „Auf der einen Seite wollte ich ein stilles, poetisches Nachtbild zeigen, auf der anderen Helligkeit, Dynamik und Bewegung ausdrücken“, erklärt Steinkopf. „Das Herz vereint somit das hoffnungsvolle Träumen von einer baldigen Genesung mit der kraftvollen Lebensfreude, welche durch die Erfolge der Kinderherz-Medizin ermöglicht wird.“

Die schleswig-holsteinische Künstlerin musste bei der Anfertigung ihres Kunstwerks bestimmte Voraussetzungen beachten. Es musste extrem leicht und aus einem Material sein, das flexibel ist und nicht ausgast. Also entschied sich Steinkopf für den Hartschaum Polystyrol PS 20 SE. Dadurch ist das Herz mit den Maßen 4,8 x 4,5 x 2,8 cm etwa drei Gramm leicht und schwer entflammbar.

Ende Juli bringt ein Versorgungsschiff das Herz zur ISS, wo es vom deutschen Astronauten Alexander Gerst entgegengenommen wird. Der Geowissenschaftler startet bereits heute seine Mission vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus, wenn er mit einem Sojus-Raumschiff ins All aufbricht.

Durch die halbjährige Reise durchs All werde das Herz „magisch aufgeladen“, wie Steinkopf meint. „Das ,OrbitHerzchen‘ nimmt etwas von dem Abenteuer mit zurück auf die Erde.“ Es sei dann nicht mehr nur ein Hartschaum-Herz, das eine Künstlerin gestaltet hat, sondern es werde eine Geschichte haben – „eine ganz und gar außergewöhnliche, absolut einmalige Geschichte“.

Was mit dem Herz passiert, wenn es zurückkehrt, ist laut Stiftung KinderHerz noch nicht entschieden. Möglicherweise werde es für den guten Zweck versteigert. Spätestens dann hätte das kleine Herz seine große Mission erfüllt.

 

 

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